Von den Spielburg-Felsen aus hat man das Filstal und den Albtrauf im Blick. Foto: LRA GP

Im Stauferkreis sind 15 Rundwanderwege neu angelegt worden. Wir stellen die Löwenpfade nach und nach vor. Im 13. Teil der Serie geht es auf die Spielburg-Runde.

Göppingen - Die neuen Löwenpfade im Kreis Göppingen haben für jeden Geschmack und für jeden Anspruch etwas zu bieten. So ist die 3,5 Kilometer lange Spielburg-Runde nicht nur die kürzeste der insgesamt 15 Touren, sie ist wegen ihrer lediglich 100 Höhenmeter auch ansonsten sehr einfach zu meistern und bietet sich für einen etwa eineinhalbstündigen Familienspaziergang geradezu an. Der Weg ist, wegen zweier etwas steilerer Abschnitte, zwar nicht barrierefrei, kann aber durchaus als barrierearm bezeichnet werden, zumal an den besagten Stellen für Rollstuhlfahrer eine Alternativstrecke ausgeschildert ist.

Der Startpunkt der Spielburg-Runde liegt mitten im Göppinger Stadtbezirk Hohenstaufen am Dorfplatz, von wo aus es in Richtung Westen durch den Ort und dann direkt hinein ins Naturschutzgebiet geht. Neben den Felsformationen gibt es dort eine für die Schwäbische Alb zwar typische, an dieser Stelle aber nicht zu erwartende Heidelandschaft zu entdecken. Vor rund zwei Millionen Jahren muss sich ein Bergsturz vom seinerzeit bis hierher reichenden Albtrauf ereignet haben. Auf der Weißjura-Scholle hat sich daher die typische Flora und Fauna breit gemacht mit seltenen Pflanzen, Schmetterlingen, Reptilien und Vögeln.

Obendrein hat man von der Spielburg aus einen tolle Aussicht ins Filstal sowie auf den heutigen Verlauf des Albtraufs. Nur ein kleines Stückchen weiter ändert sich das Panorama, denn der Löwenpfad führt im Uhrzeigersinn um den Hohenstaufen herum, so dass sich auf einmal der Blick ins Remstal sowie aufs Wäscherschloss öffnet. Nur wenig später zweigt denn auch schon die besagte Alternativstrecke ab, die sich wieder direkt dem Dorfplatz zuwendet. Die reguläre Route geht indessen steil hinauf zur Barbarossakirche und zum Dokumentationsraum für staufische Geschichte, ehe sich der Kreis ebenfalls wieder schließt.

Apropos Geschichte: Wie zu allen anderen Löwenpfaden gibt es auch für die Spielburg-Runde eine passende Legende. Diese trägt den Titel „Die Scheinlichter“ und erzählt von einem mystischen, aber nicht mehr existenten Tanzplatz, von „freundlichen“ Geistern und vom Alblöwen. Abgerufen werden kann die Geschichte entweder per Smartphone und QR-Code oder direkt auf der Löwenpfade-Homepage.

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