Rund 20 Kitas in und um Lörrach blieben am Dienstag geschlossen. Foto: dpa-Zentralbild

Wie erwartet sind in und um Lörrach am Dienstag einige Kitas wegen des Warnstreiks geschlossen gewesen. Betroffen waren rund 20 Einrichtungen.

Lörrach - Im Tarifkonflikt für Beschäftigte in Sozial- und Erzieherberufen ist es am Dienstag in Baden-Württemberg zu ersten Warnstreiks gekommen. Schwerpunkt war das südbadische Lörrach, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Mehr als 25 Einrichtungen in und um Lörrach blieben den Angaben zufolge geschlossen. Aufgerufen zum ganztägigen Warnstreik waren Erzieher und Sozialarbeiter der städtischen Kindergärten sowie Beschäftigte der sozialen Dienste des Landkreises. Den Angaben zufolge beteiligten sich rund 300 von ihnen und legten die Arbeit nieder. „Unsere Erwartungen sind damit mehr als übertroffen worden“, sagte Verdi-Sprecher Roland Blanke in Lörrach.

Am Mittwoch soll es Arbeitsniederlegungen in Reutlingen und Tübingen geben. Am Donnerstag sind Karlsruhe, Heilbronn, Crailsheim, Weinsberg sowie die Region Stuttgart an der Reihe. In den Konflikt geht um Verbesserungen für die landesweit rund 240 000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Die nächsten Verhandlungen sind für kommenden Montag (23. März) geplant.

Kommunen riefen die Eltern dazu auf, sich frühzeitig zu informieren und eigenständig eine Betreuung für ihre Kinder zu organisieren. Die Stadt Böblingen kündigte am Dienstag an, für den Tag des Warnstreiks Notbetreuungsplätze in begrenztem Umfang bereit zu stellen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kritisiert die angekündigten Kita-Warnstreiks. Sie belasteten Kinder und Eltern. Eine Lösung müsse am Verhandlungstisch gefunden werden.

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