Einer der bisherigen Hubschrauber der DRF Luftrettung im Einsatz Foto: DRF Luftrettung

Die Auslieferung eines neuen Hubschraubertyps der Firma Airbus Helicopters verzögert sich. Mehrere Anbieter der Luftrettung warten bereits seit Monaten auf die ersten bestellten Maschinen. Probleme bereite das bisher noch nicht, betonen sie.

Stuttgart - Der deutsch-französisch-spanische Hubschrauberhersteller Airbus Helicopters hat nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten Probleme bei der Auslieferung seines neuen Modells EC 145 T2. Weil bereits zahlreiche Hubschrauber bestellt worden sind, warten die ersten Kunden schon seit Monaten auf deren Eintreffen. Betroffen sind davon auch mehrere Luftrettungsorganisationen.

So sind bei der DRF Luftrettung in Filderstadt seit Dezember zwei Helikopter überfällig. Ein dritter sollte Ende dieses Jahres geliefert werden. Eine Sprecherin der ADAC Luftrettung in München bestätigt, dass man 14 Stück des neuen Modells bestellt habe. Der erste Hubschrauber hätte auch dort Ende vergangenen Jahres eintreffen sollen. „Wir sind wie alle anderen Abnehmer betroffen und wissen noch nichts über die Dauer der Verzögerung“, so die Sprecherin. Größere Probleme ergäben sich bisher noch nicht, betonen die Luftrettungsorganisationen. Man setze die alten Hubschrauber länger ein und warte noch mit deren Verkauf.

Auch die Landespolizei Baden-Württemberg hat sechs solche Hubschrauber bestellt, die aber erst vom nächsten Jahr an geliefert werden sollen. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir keine Anhaltspunkte dafür, dass es zu Verzögerungen bei der Auslieferung kommen könnte“, sagt Andreas Schanz, Sprecher des Innenministeriums. Es seien verbindliche Liefertermine festgelegt. Verzögerungen seien mit Vertragsstrafen belegt.

Grund für die Verzögerungen sollen Probleme bei der Zulassung des neuen Modells durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) in Köln sein. Dort reagiert man auf Nachfragen nicht. Bei Airbus Helicopters in Donauwörth will man „zu vertraglichen Vereinbarungen“ keine Angaben machen, sagt eine Sprecherin. Man rechne im zweiten Quartal mit der Easa-Zertifizierung des „innovativen Hubschraubers“. Die ersten Maschinen befänden sich in der Endmontage und würden im dritten Quartal ausgeliefert. Man befinde sich „mit allen Kunden in regelmäßigem und engem Austausch“.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: