Hilli Pressel und Bürohund Chica arbeiten eng zusammen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wo immer Hilli Pressel auftaucht, ist ihre Hündin Chica dabei. Sie ein echter Liebling mit erstaunlichen Fähigkeiten. Deshalb ist sie die allseits geliebte Betriebsnudel im Kollegenkreis.

Stuttgart - Tiere sind keine Sachen und deshalb ist Chica hier eigentlich fehl am Platz. Sie ist kein Stück, sondern ein echter Liebling, und zwar der von Hilli Pressel. Aber Chica ist kein normales Haustier, sondern eine echte Betriebsnudel, eine Beschützerin und Gute-Laune-Macherin für alle Kollegen und Kolleginnen ihrer Besitzerin. Die Sozialpädagogin tritt so gut wie nie ohne ihre vierbeinige Begleiterin in Erscheinung. „Sie ist immer bei mir, privat und dienstlich“, betont sie, und deshalb hat Chica ein eigenes Sofa in dem etwas gruseligen, dusteren Ambiente des Büros im Souterrain unter einer Diskothek. Wenn im oberen Stockwerk der Soundcheck gemacht wird, wackeln die Ordner im Regal.

Stimmungsaufheller im Souterrain

In so einer Umgebung hebt die stets freundliche Hündin die Stimmung. Aber ihr eigentliches Verdienst liegt woanders, denn Chica erfüllt ohne jegliches Training die Funktion eines Therapiehunds, allein durch ihre Sensibilität. „Eine meiner Klientinnen sagt Frau Professor Doktor Chica zu ihr“, berichtet Hilli Pressel lachend. Zu ihr kommen Menschen in Lebenskrisen, Menschen, die nicht mehr ein noch aus wissen. „Chica si­gnalisiert die Stimmungen meines Gegenübers – Feinheiten, die ich gar nicht wahrnehme. Wenn zum Beispiel jemand aufgewühlt ist, wird sie das auch.“ In dem Kellerbüro spürt sie auch genau, wenn es für die dort arbeitenden Sozialpädagoginnen ungemütlich wird: „Meine Kollegin hat jemand die Tür gewiesen. Der wollte aber nicht gehen. Da griff Chica ein.“ Und bei Mitarbeiterbesprechungen ist sie so etwas wie die Moderatorin: „Wenn sie in der Ecke schläft, verlaufen Sitzungen ruhiger.“

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