Let´s Putz in Münster und Mühlhausen Münster will sauber sein – auch zum Feiern

Von Georg Linsenmann 

Bürgermeister Martin Schairer (rechts) und Klaus Thomas (Förderverein) überreichen  den Scheck für den Let’s Putz-Sieg an Bezirksvorsteherin  Renate Polinski. Foto: Georg Linsenmann
Bürgermeister Martin Schairer (rechts) und Klaus Thomas (Förderverein) überreichen den Scheck für den Let’s Putz-Sieg an Bezirksvorsteherin Renate Polinski. Foto: Georg Linsenmann

In den Münster und Mühlhausen haben viele Einwohner bei Putzaktionen mitgeholfen. Der Dank: Beide Bezirke haben ein Preisgeld gewonnen.

Münster/Mühlhausen - Man muss die Feste feiern wie sie fallen. Und dann muss man das Feiernswerte auch richtig feiern! Dementsprechend gestaltete sich nun auch die Übergabe der Preisgelder für die Sieger der Aktion „Let’s Putz“ des vergangenen Jahres im Bürgersaal des Kultur- und Sportzentrums Münster. Denn hier gab es nicht nur separate Reihen für die vielen Ehrengäste mit ihren einschlägigen Reden, hier waren auch mehr als 200 weitere Plätze nötig: nicht zuletzt für die vielen Kinder und Jugendlichen, die einen wesentlichen Anteil am Putzerfolg hatten.

Und diese jungen Leute gestalteten zur Feier des Tages dann auch selbst das sehr unterhaltsame Programm. Die Kita-Kinder etwa hatten mit ihren Erzieherinnen das „Fleißige Handwerker“-Liedchen umgedichtet und tönten nun munter von der Bühne: „Putze, putze fein, die Straße wird bald sauber sein!“ Alysha und Lili vom Kinder- und Jugendtreff demonstrierten auf ihren Einrädern, dass es sich zur Not auch akrobatisch am Müll vorbeikurven ließe, dass sich die virtuose Balance aber viel besser auf sauberem Terrain finden lässt, was Staunen und hellen Jubel auslöste.

Und die Kids von der Elise-von-König-Gemeinschaftsschule hatten gleich Doppeltes vorbereitet. Zum einen einen kleinen Sketch zur Wegwerfmentalität: „Spinnt ihr? Ihr könnt doch nicht...!“ tönte es den Ignoranten entgegen. Und wenn man das von Gleichaltrigen zu hören bekommt, scheint das auch zu fruchten. Jedenfalls mündete das Mülltheater in einem einhelligen: „Nicht verschwenden, wiederverwenden!“

Münster gewinnt, Mühlhausen wird Dritter

Ein Faden, den dann eine zwei Dutzend Mädchen und Buben starke Gruppe in besonderer Weise aufnahm: Joghurtbecher taugen nicht nur zum Trommeln, damit kann man sogar hübsch rhythmisch musizieren: Musik mit Müll – ein starkes Stück, das starken Eindruck machte. Die Lehrerin Domenica Fazio erklärte dann auch, was da wohl beim Einüben gezündet hatte: „Die Kinder leben hier, gehen hier zur Schule. Sie wollen sich wohlfühlen. Und sie haben begriffen, dass dazu auch gehört, dass es ordentlich ist. Das ist für uns ein Stück Nachhaltigkeit. Deshalb machen wir das. Und wir hatten viel Spaß dabei!“

Den hatten offensichtlich auch Senioren aus dem Pflegezentrum. Sie hatten nicht nur im Umfeld des Heims mitgeputzt, sondern nun auch mit ihrer „Oldie´s Life Band“ ein eigenes „Preislied“ zu bieten. Was zugleich ein Beleg dafür war, dass der Erfolg bei der Aktion in Münster eine die Generationen übergreifende Basis hat. Und zudem eine Art „Gewohnheit“, denn in Münster wird seit 2004 der Unterstand auf der Wiese in der Ortsmitte Woche für Woche sauber gemacht: von rund 200 sich abwechselnden, freiwilligen Helfern. Eine schöne Basis also für die 707 Teilnehmer in 2016! Darauf wies Bezirksvorsteherin Renate Polinski hin, deren Freude ebenfalls mit Händen zu greifen war, als sie die 2800 Euro Preisgeld übernahm.

Gefreut hat sich auch Mühlhausens Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann über den dritten Platz und die 800 Euro Preisgeld, zumal der Stadtbezirk mit 1400 Teilnehmern in absoluten Zahlen an der Spitze der Stadt steht: „Und alle Stadtbezirke haben mitgemacht!“ Zum Lohn gibt es einen Verzehrgutschein beim Musikfest Hofen. In Münster wird sogar ein bisschen weitergefeiert: Im Juni gibt es drei handfeste Wikinger-Tage – auf der sehr wahrscheinlich sehr ordentlichen Festwiese.

Redaktion Münster

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Georg Linsenmann
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