Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen an. Foto: dpa

Aus einem illegal entsorgten Behälter ist bei Leonberg Bitumenvoranstrich in die Glems gelaufen. Das Material ist giftig für Wasserorganismen.

Leonberg - Die Glems und den Uferbereich verunreinigt haben Unbekannte, die auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Felsensägmühle in der Mühlstraße in Leonberg (Kreis Böblingen) zwischen Samstag, 10 Uhr, und Mittwoch, 16 Uhr, einen Behälter mit Bitumenvoranstrich ausgeschüttet haben. Dieser Anstrich wird unter anderem von Dach­deckern verwendet, um Bitumen-Dichtungsbahnen, auf einem Untergrund sicher zu befestigen. Er wird auch zum Abdichten von Gebäuden verwendet. Die flüssige Masse hat eine hohe Klebekraft. Sie besteht nicht nur aus Bitumen, sondern auch aus Lösemitteln und weiteren Zusätzen. Die Behälter sind eindeutig gekennzeichnet, unter anderem mit: „Giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.“

Das 30 Liter umfassenden Gefäß wurde in der Glems gefunden. „Ein Teil des Inhalts war am Ufer ausgeschüttet und auch in das Wasser war etwas davon gelangt“, sagt der Leonberger Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann. Die Wehr war am Mittwoch gegen 16 Uhr mit drei Fahrzeugen und fünf Einsatzkräften ausgerückt.

Einsatzort musste ausgeleuchtet werden

Auch das zuständige Umweltamt war vor Ort. „Was aus dem Wasser abgeschöpft werden konnte, haben wir gesichert, die Masse am Ufer wurde abgedeckt, damit sie professionell entsorgt werden kann“, erläutert Zimmermann. Weil die Arbeiten bis nach 18 Uhr dauerten, musste der Einsatzort ausgeleuchtet werden.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise auf den Verursacher der mutmaßlichen Gewässerverunreinigung geben können. Diese können sich unter der Telefonnummer 0 70 31 / 13 25 00 mit dem Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Ludwigsburg in Verbindung setzen.

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