Worum ging es in den Klassenchats der Leonberger Gymnasiasten? Foto: picture alliance/dpa

Wegen Nachrichten im Klassenchat mit nationalsozialistischen und pornografischen Inhalten ermittelt die Polizei derzeit gegen mehrere Gymnasiasten in Leonberg. Die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole steht ebenfalls im Fokus.

Leonberg - Die Polizei ermittelt gegen fünf Schüler eines Gymnasiums in Leonberg (Kreis Böblingen) wegen Mitteilungen im Klassenchat mit nationalsozialistischen und pornografischen Inhalten. Dabei gehe es auch um die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole, sagte eine Sprecherin der Polizei am Freitag.

Nach einer ersten Einschätzung der Polizei handelt es sich um jugendliches Fehlverhalten in dem geschlossenen Klassenchat des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Die Mitteilungen seien nicht an Außenstehende gelangt.

Die „Bild“-Zeitung druckte einen Ausschnitt aus einem Schreiben des Schulleiters an die Eltern, in dem er von Hakenkreuzen, Hitlergruß, sexualisierten Karikaturen und Verunglimpfung von Menschen mit Down-Syndrom berichtete. Er habe zum ersten Mal in zehn Jahren als Leiter des Gymnasiums die Polizei eingeschaltet. Die Klasse habe erst kürzlich eine KZ-Gedenkstätte besucht.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: