Für ihre Streicheshow „Prankenstein“ testet Topmodel Lena Gercke alle Streiche erst einmal selbst. Foto: Pro Sieben

Nach der Trennung von Fußballer Sami Khedira startet Topmodel Lena Gercke als Moderatorin durch. Im Interview erzählt sie, was sie von Modelmama Heidi Klum gelernt hat.

Frau Gercke, Sie sind von RTL zu Pro Sieben gewechselt und präsentieren bei Ihrem neuen Haussender mehrere Shows. Sind Sie der Ersatz für Stefan Raab?
Nein, ich glaube, Stefan Raab kann niemand ersetzen. Er ist im Fernsehen schon fast eine Legende und hat tolle eigene Formate auf die Beine gestellt. Ich habe großen Respekt vor ihm als Entertainer.
Ist Ihre neue Pro-Sieben-Karriere der Anfang vom Ende Ihrer Modelkarriere?
Nein, gar nicht. Fernsehen habe ich ja schon all die Jahre über gemacht, angefangen bei „Austria’s Next Topmodel“ über das Magazin „red“ und anschließend meine Rolle als Jurorin im „Supertalent“. Jetzt bin ich eben wieder zurück bei Pro Sieben. Ich habe das immer parallel gemacht, und so stelle ich mir das auch für die kommenden Jahre vor.
Mit dem Sieg bei „Germany’s Next Topmodel“ und Ihrer Modelkarriere haben Sie erreicht, wovon viele junge Frauen träumen. Was reizt Sie, zusätzlich als Moderatorin zu arbeiten?
Das Ganze war ja nie wirklich mein Plan. Ich wollte immer modeln – und zwar so lange wie möglich. Das mit dem Fernsehen ist von alleine entstanden. Ich bin damals mit 17 mit einer TV-Show bekannt geworden. Seitdem hat mich das Fernsehen begleitet. Es hat mir immer wahnsinnig viel Spaß gemacht. Man bewegt sich, wenn man so früh damit anfängt wie ich, mit einer gewissen Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit vor einer TV-Kamera. Das ist mir auch beim Modeln oft zugutegekommen. Aber ich habe eine Fernsehkarriere nie gezielt angestrebt.
Könnten Sie sich vorstellen, Heidi Klum als Moderatorin von „ GNTM“ zu beerben?
Ich glaube, die Frage stellt sich gar nicht. Heidi macht das jetzt so lange, es ist ihr eigenes Format, und ich finde, sie macht das ganz toll. Sie wird das so lange machen, wie sie Spaß daran hat.
Was haben Sie von ihr gelernt?
Als Model schaut man zu Heidi auf, weil sie sehr professionell ist in allem, was sie macht. Sie hat darin eine Vorbildfunktion. Sie kennt sich aus in dem Business, hat aber trotz ihrer Karriere ein Privatleben. Sie hat es gemeistert, so lange auf so hohem Niveau erfolgreich zu sein und gleichzeitig eine Familie zu gründen. Das ist nicht ohne.
Aber was die Kunst des Moderierens angeht, taugt sie wohl eher nicht als Vorbild . . .
Ich finde, sie macht das sehr gut. Sie hat, soviel ich weiß, nie ein Moderationscoaching absolviert, aber sie hat einfach diese große Natürlichkeit vor der Kamera, und das kommt ihr zugute.
Warum haben Sie denn Karriere gemacht und andere „GNTM“-Teilnehmerinnen nicht?
Das kann man ja so pauschal nicht sagen. Ich glaube, wenn man in diesem Alter ist, in dem man sich für die Show bewirbt, kann man noch gar nicht wissen, ob das Modeln das Richtige ist. Einige schnuppern dann rein in den Job und sagen, das ist vielleicht doch nicht das, was ich mir für mein Leben vorgestellt hatte – die wechseln dann den Beruf. Es gibt aber auch Kandidatinnen, die danach sehr erfolgreich waren.
Sie sind damals über Nacht berühmt geworden und stehen seitdem im Rampenlicht. Wie gehen Sie damit um?
Man gewöhnt sich an dieses Leben. Bei mir ist das jetzt zehn Jahre her. Natürlich war es am Anfang eine wahnsinnige Veränderung, wenn dich jeder auf der Straße erkennt. Das war sehr ungewohnt, und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich versuche einfach, mir nicht zu viele Gedanken darüber zu machen, ich mache einfach meinen Job. Im Großen und Ganzen habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Wenn jemand auf mich zukommt und nett um ein Foto bittet, habe ich da auch nichts dagegen.
Die neue Samstagabendshow „Prankenstein“ mit gefilmten Streichen ist Ihr erstes eigenes Format bei Pro Sieben. Sind Sie aufgeregt?
Ich bin total aufgeregt! Ich habe da mein ganzes Herzblut reingesteckt und hatte beim Drehen total viel Spaß – jetzt kann ich nur hoffen, dass die Zuschauer es genauso sehen.
„Prankenstein“ ist eine Streicheshow mit versteckter Kamera. Wird es so hart zugehen wie neulich in der ägyptischen Show, bei der Paris Hilton mit einem vermeintlichen Flugzeugabsturz in Todesangst versetzt wurde?
Bei so was hört natürlich der Spaß auf. Aber ich glaube, das war gar kein echter Streich, sondern sie hat da ein bisschen mitgespielt. Genau das will ich in meiner Show nicht, bei mir soll alles so authentisch sein wie möglich. Da weiß keiner vorher Bescheid, es geht ja darum, dass man echte Emotionen sieht. Die Streiche in meiner Show sind außergewöhnlich, zum Teil auch provozierend.
Inwiefern?
Ich mache die Show mit drei Jungs zusammen, und wenn wir einen Streich spielen, testen wir den vorher an uns selber. In einem Fall schocken wir jemandem mit elektrischem Strom, das haben wir vorher getestet, einfach um zu sehen, ob das okay ist. Also es kann schon manchmal wehtun bei uns.

In ihrer neuen Show „Prankenstein“ (nach dem englischen Wort „prank“ für Streich) spielt Gercke Prominenten mit versteckter Kamera Streiche. Pro Sieben, Samstag, 22. August, 20.15 Uhr.

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