Stefan Volzer ist zu seinem nächsten nationalen Titel geprescht, dem vierten insgesamt, dem zweiten in diesem Jahr. Foto: Patricia Sigerist

Stefan Volzer ist der U-23-Konkurrenz über 110 Meter Hürden voraus. Der Hürdensprinter aus Fellbach war am Sonntag bei den deutschen Meisterschaften der U-23-Leichtathleten in Wetzlar der Konkurrenz voraus.

Fellbach/Wetzlar - Stefan Volzer ist zu seinem nächsten nationalen Titel geprescht, dem vierten insgesamt, dem zweiten in diesem Jahr. Der Hürdensprinter aus Fellbach war am Sonntag bei den deutschen Meisterschaften der U-23-Leichtathleten in Wetzlar der Konkurrenz voraus. Im Finale benötigte der 18-Jährige, der für den VfL Sindelfingen startet, 14,06 Sekunden für die 110 Meter mit den zehn Hürden.

Schon im Vorlauf (14,12 Sekunden) hatte der Topfavorit die Bestmarke erzielt

Stefan Volzer verwies Tim Eikermann (TSV Bayer Leverkusen/14,23 Sekunden), Marius Lewald (LC Adler Bottrop/14,74 Sekunden) und Philipp Stadter (MTG Mannheim/ebenfalls 14,74 Sekunden) auf die Plätze zwei bis vier. Schon im Vorlauf (14,12 Sekunden) hatte der Topfavorit, der am Olympiastützpunkt in Bad Cannstatt am rasanten Fortkommen auf der Laufbahn arbeitet, vor Tim Eikermann (14,33 Sekunden) die Bestmarke erzielt. „Der Titel war das Ziel, das habe ich geschafft. In der Hinsicht bin ich sehr zufrieden“, sagte Stefan Volzer: „Eigentlich kann ich auch mit der persönlichen Bestzeit nicht unzufrieden sein. Aber ich wäre natürlich gerne unter 14 Sekunden gelaufen.“

Erst vor zweieinhalb Wochen war der junge Fellbacher, der in Stuttgart technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre studiert, bei den deutschen Hochschulmeisterschaften über 110 Meter Hürden vorneweg gerannt. Im Endlauf in Köln eilte Stefan Volzer nach 14,28 Sekunden über die Ziellinie und zum dritten nationalen Titel. Unter Studenten standen wie auch am Sonntag in Wetzlar die Männerhürden (1,0668 Meter) im Weg und nicht die mehr als sieben Zentimeter niedrigeren U-20-Hindernisse.

Die Gelegenheit, den nationalen U-20-Titel im Freien zu verteidigen, hat Stefan Volzer vom 26. bis 28. Juli in Ulm

Eben im U-20-Klassement hatte Stefan Volzer seine ersten deutschen Meistertitel erobert. Im Vorjahr hatte er, damals noch Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums, in der Halle in Halle über 60 Meter Hürden alle Läufer auf den Nebenbahnen hinter sich gelassen. Im Sommer 2018 fügte der Seriensieger unter freiem Himmel in Rostock den ersten bundesweiten Erfolg über die 110 Meter Hürden hinzu. In der U-20-Kategorie darf er immer noch antreten. Im Februar, bei den deutschen Hallen-Meisterschaften dieser Altersklasse in Sindelfingen, musste er als Zweiter tief enttäuscht Julian Schröder vom SC Berlin den Vortritt lassen. Die Gelegenheit, den nationalen U-20-Titel im Freien zu verteidigen, hat Stefan Volzer vom 26. bis 28. Juli in Ulm. Am ersten August-Wochenende folgt in Berlin der Tempovergleich mit den besten Männer seiner Disziplin von Friedrichshafen bis Flensburg.

Der Höhepunkt des Sommers allerdings ist für Stefan Volzer zu diesem Zeitpunkt schon vorbei: Vom 18. bis 21. Juli stehen in Schweden die U-20-Europameisterschaften im Terminkalender.

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