Ilona und Abbas Khalil haben das 25-jährige Bestehen ihres Ladens gefeiert. Foto: Alexandra Kratz

Seit 25 Jahren gibt es den Laden an der Hirsauer Straße. Das haben die Geschäftsleute am Freitag gefeiert und zum traditionellen Lindenblütenfest eingeladen.

S-Süd - Die Menschen in Kaltental haben darauf gewartet, ist sich Abbas Khalil sicher. Seit zwei Jahren hatten er und seine Frau Ilona aus persönlichen Gründen zu keinem Fest mehr eingeladen. Doch pünktlich zum 25-jährigen Bestehen ihres Lebensmittelgeschäfts an der Hirsauer Straße haben die Geschäftsleute Khalil die bunten Wimpel wieder aufgehängt, den Rost angeworfen und zum traditionellen Lindenblütenfest eingeladen.

Abbas Khalil war mit der Resonanz am vergangenen Freitag zufrieden. Das Publikum sei bunt gemischt. „Die jüngsten Gäste sind gerade einmal zwei, die ältesten Gäste über 90 Jahre alt. Und auch alle sozialen Schichten sind vertreten, von der Lokalprominenz bis hin zum Hartz-IV-Empfänger“, sagte Khalil und ergänzte: „So soll es sein, das ist das Schöne an der Sache, und nur so kann der Laden funktionieren.“

Es gibt alles, was man zum Leben braucht

Khalil kennt 90 Prozent seiner Kunden persönlich. Denn im Lauf der Jahre hat sich der Laden zu einem Treffpunkt auf dem katholischen Berg in Kaltental entwickelt. Dazu beigetragen haben auch die Hocketsen, zu denen er und seine Frau normalerweise dreimal im Jahr einladen. Neben dem Lindenblütenfest sind das ein Erntedankfest und eine Weihnachtsfeier. Wer sich von der Resonanz der Feste überzeugen will, kann das im Laden tun. Denn dort hängen zahlreiche Plakate mit Fotos.

In dem kleinen Geschäft an der Hirsauer Straße gibt es alles, was man zum Leben braucht, von der frischen Brezel über frisches Obst und Gemüse bis hin zum Waschmittel. Doch es komme auf das Drumherum an, ist sich Khalil sicher. Nur mit einem Lebensmittelladen könne man in einem Stadtteil wie Kaltental wirtschaftlich nicht überleben.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: