Die Sängerin Lea ist am Samstag im ausverkauften Wizemann aufgetreten. Foto: Veranstalter

Die 26-Jährige Lea begeistert am Samstagabend ihr vorwiegend sehr junges Publikum im seit Monaten ausverkauften Wizemann.

Stuttgart - Der Funke springt sofort über. Lea beginnt ihr Konzert am Klavier auf der kleinen Zweitbühne weit hinten im Publikum. Sie spielt, singt, strahlt. Die Sängerin mit der zarten Stimme schafft es binnen Sekunden die Herzen des überwiegend jungen Publikums zu erobern, das den ganzen Abend textsicher mitsingt.

Zurückhaltend und sehr persönlich

Die 26-Jährige erreicht mit ihrer Präsenz jeden der 1300 Zuschauer im seit Monaten ausverkauften Wizemann. Sie macht das auf eine charmante Weise, wie es ihrer natürlichen und herzlichen, dennoch zurückhaltenden Art entspricht. Die Texte ihrer Lieder sind sehr persönlich, erzählen oftmals von gebrochenen Herzen, von heimlicher oder einseitiger Liebe.

Sie verarbeitet in ihren Songs das Alleinsein ebenso wie die Liebe zu einem sehr guten Freund, der nichts davon weiß. Mit „Rückenwind“ bedankt sie sich beispielsweise bei ihrer Familie und ihren Freunden, die sie aus einem sehr tiefen Loch geholt hätten. Sie verpasst bei dem Song „Zu Dir“ zwei Mal ihren Einsatz, das geplante 90er-Jahre-Medley platzt wegen einer Computer-Panne. Schade zwar, doch Lea reagiert souverän, geht zum Keyboard und stimmt ihren Radio-Hit „Leiser“ an. Während des Songs lässt sie sich von ihrem Keyboarder ablösen, um zu ihren Fans in die erste Reihe zu gehen und mit ihnen gemeinsam weiter zu singen.

Lea überzeugt live mehr als auf den Alben

Begleitet wird sie am Samstagabend von ihrer Band, bestehend aus Schlagzeug, Gitarre und Keyboard. Bei dem Song „Wohin willst Du“ dominieren die Elektro-Beats. Die Sängerin, die seit ihrem zwölften Lebensjahr komponiert und Songs schreibt und als 15-Jährige über Youtube sehr plötzlich bekannt wurde, überzeugt live mehr als auf ihren beiden Studio-Alben „Vakuum“ und „Zwischen meinen Zeilen“.

Vor zweieinhalb Jahren hat sie vor 150 Zuschauern im Stuttgarter Keller-Club gespielt, zuvor in Saarbrücken vor vier Gästen. An jenem Abend hat sie beschlossen: „Selbst für eine einzige Person, die sich entschließt, mein Konzert zu besuchen – für die werde ich spielen.“ Dass es ihr gelingt, auch den mehr als 1000 Gästen das Gefühl zu geben, für jeden einzelnen zu spielen, ist ihre ganz große Stärke.

Eindrücke vom Konzert in Leipzig, das wenige Tage vor dem Auftritt in Stuttgart stattfand, hat Lea auf Instagram geteilt:

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