Foto: dpa/Kantonspolizei Bern

Zwei Tage nach dem tragischen Lawinenunglück in den Schweizer Alpen hat sich die Zahl der Todesopfer auf sieben erhöht.

Bern/Hamburg - Zwei Tage nach dem tragischen Lawinenunglück in den Schweizer Alpen hat sich die Zahl der Todesopfer auf sieben erhöht. Am Dienstag entdeckten Retter unter den Schneemassen drei Vermisste, berichtete die Schweizerische Nachrichtenagentur nach Augenzeugenberichten. Am Mittag seien die drei toten Skitourenfahrer aus der Schweiz und aus Deutschland lokalisiert worden. Ob sie bereits geborgen sind, war zunächst nicht klar.

Am Sonntagmittag war in dem Skigebiet eine Lawine niedergegangen und hatte einen Skitourenfahrer begraben, der sofort tot war. Als Helfer den Verschütteten bergen wollte, gingen neue Schneemassen herunter. Dabei wurden mehrere Menschen verschüttet. Drei von ihnen, darunter auch ein Deutscher, starben wenig später im Krankenhaus. Vier Verletzte, drei Deutsche und eine Kanadierin, wurden am Dienstag noch in Kliniken behandelt.

Schlechtes Wetter hatte am Montag eine Rettungsaktion verhindert. Mit insgesamt sieben Toten ist das Lawinenunglück im Diemtigtal im Berner Oberland das schwerste seit 1999 in der Schweiz. Damals starben in Evolène zwölf Menschen unter zwei Lawinen.

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