Lisa Bröder ist die amtierende Miss Germany. Foto: Veranstalter

Nach mehr als zehn Jahren Pause wird wieder eine Miss Stuttgart gewählt. Im Mai fällt die Entscheidung im Cavos. In der Jury sitzen der Sänger Marc Terenzi und der DJ Sascha Gerecht.

Stuttgart - Da müssen die Oldenburger kommen, damit nach zehn Jahren wieder einmal eine Miss Stuttgart gewählt wird. Die MGC Miss Germany Corporation, die sich selbst als den größten Veranstalter für Schönheitswettbewerbe in Europa bezeichnet, hat sich für die Wahl am Mittwoch, 11. Mai, stilecht den Partygriechen Cavos ausgesucht. Der Wettbewerb findet, wie es den Regularien entspricht, in drei Durchgängen statt, im Dirndl, in Bademode und in Abendrobe. Die Siegerin qualifiziert sich zur Wahl der Miss Baden-Württemberg, deren Siegerin am finalen Entscheid der Miss Germany im Europa-Park in Rust teilnehmen wird.

Bewerberinnen haben sich offenbar genug gefunden. Die Kriterien sind: 16 bis 28 Jahre, deutsche Staatsangehörigkeit, ledig, kinderlos, keine Oben-Ohne- oder Nacktaufnahmen. Die MGC betont, dass sie seit 1999 durch das Europäische Markenamt in Alicante berechtigt sei, den Titel Miss Germany (und seit 2000 den Titel Mister Germany) offiziell zu vergeben. Zusätzlich habe man alle Schutzrechte für die 16 Bundeslandtitel sowie für Miss Nord-, Miss Mittel-, Miss Ost-, Miss Süd- und Miss Westdeutschland. Dazu kommen die Wahl zu Miss und Mister Euro, Miss WM und EM. . . Die amtierende Miss Germany heißt Lena Bröder, in der Jury in Rust saßen im vergangenen Jahr neben anderen der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, die Schauspielerin Tina Ruland, der Musikproduzent Ralf Siegel und der Schönheitschirurg Werner Mang.

Die Jury in Stuttgart muss sich da nicht verstecken. Die lokale Veranstalterin Sandra Vogelmann hat illustre Experten zusammengetrommelt: der Popsänger Marc Terenzi und der DJ und Modedesigner Sascha Gerecht (Pate No. 1 und L. A. Hero) treffen auf den Schönheitschirurgen Christian Fitz, den Designer Dino Sandino, die Fechterin Monika Sozanska, die Modedesignerin Nihal Saridemir, den Raumausstatter Henry Schweizer, den Unternehmer Lars Otto und Bärbel Bahnmüller von „Feine Adressen“, die die Veranstaltung „total 80er Jahre“ findet. Damit läge sie ja wohl voll im Trend.

Wieder fit dank der Strippshow

„Ich bin glücklich, bei diesem Event mit dabei zu sein“, sagt Marc Terenzi. Der US-amerikanische Sänger, Tänzer und DJ muss es wissen, er saß mehrere Jahre lang in der Jury für die Endausscheidung in Rust. Besonders reize ihn am Vorentscheid, dass sich ganz unterschiedliche Typen von Frauen präsentierten. Terenzi wird direkt von der Eröffnung des Megaparks auf Mallorca nach Stuttgart fliegen.

Zurzeit ist er viel beschäftigt: das erste Elektro-Festival Crazy Sense an seinem Wohnort Hannover im Sommer, im Herbst die Wiederauflage der Horror Nights im Europapark, Ende des Jahres ein neues Album mit Balladen. Das war nicht immer so. Voriges Jahr hatte der 37-jährige Ex-Mann von Sarah Connor „eine sehr harte Zeit“, wie er gesteht : Alkoholprobleme, Privatinsolvenz, Burnout. „Ich hatte keine Freunde mehr.“ Das hat sich ausgerechnet mit seinem Engagement bei der Strippergruppe The Sixx Paxx Anfang des Jahres geändert. „Ich war vor allem für den musikalischen Part zuständig. Aber ich habe auch gestrippt – und es hat mir Spaß gemacht.“

Täglich vier Stunden hat er für die Männerrevue trainiert, außerdem nur Huhn, Fisch und Fleisch gegessen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die „Bild“-Zeitung Berlin titelte: „knackig nackig“. Es sei eine richtig gute Phase in seinem Leben gewesen, sagt Terenzi dazu . „Das hat alles verändert. Ich bin fit. Ich bin gesund.“

Wer im Cavos dabei sein will, kann mit einem besonderen Vip-Ticket in der Nähe der Jury sitzen oder aber entspannt vom Restaurant aus der großen Show folgen. Karten kosten 49 bis 69 Euro, inklusive Welcome-Cocktail, Drei-Gänge-Dinner und Aftershow-Party. Es gibt sie bei den bekannten Vorverkaufsstellen oder unter www.stuttgart.missgermany.de.

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