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Am ersten Weihnachtsfeiertag stirbt im Kreis Waldshut ein drei Monate altes Kind. Nun hat der Vater gestanden, das Baby getötet zu haben.

Laufenburg - Im Fall des getöteten Babys im badischen Laufenburg (Kreis Waldshut) hat der Vater die Tat gestanden. Er habe sich in den Vernehmungen ausführlich geäußert, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Als Motiv habe er eine plötzliche Überforderung wegen des schreienden Kindes angegeben. Der knapp drei Monate alte Junge war am ersten Weihnachtsfeiertag getötet worden.

Der Vater selbst rief die Polizei, die das tote Kind in seiner Wohnung fand. Der 36-Jährige ist in Haft und dort derzeit in stationärer ärztlicher Behandlung. Seine Lebensgefährtin und Mutter des Babys war zur Tatzeit nicht zu Hause. Hinweise, dass der Junge bereits früher geschlagen oder vernachlässigt wurde, gebe es nicht.

Das Kind starb an einem Schädel-Hirn-Trauma

Der Obduktion zufolge starb das Kind an einem massiven Schädel-Hirn-Trauma. Der Vater stand beim Eintreffen der Polizei unter Medikamenteneinwirkung. Nach seinen Angaben hatte er ein Drogenersatzmedikament eingenommen.

Der Mann sei mehrfach wegen unterschiedlicher Delikte vorbestraft - zuletzt im Jahr 2016 wegen Körperverletzung, weshalb er zur Tatzeit noch unter Bewährung stand. Mehr als zehn Jahre zuvor war er wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein psychiatrisches Sachverständigengutachten zur Frage seiner Schuldfähigkeit und seiner zukünftigen Gefährlichkeit wurde in Auftrag gegeben.

Die Familie war dem Jugendamt bekannt

Dem Jugendamt war die Familie den Angaben zufolge bekannt. Hinweise auf Versäumnisse der Behörden gebe es aber nicht, stellten die Ermittler klar. Auch ergaben sich laut Polizeimitteilung keine Anhaltspunkte für eine Vernachlässigung.

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