Tausende Befürworter sind am Donnerstagabend für das Milliardenprojekt auf die Straße gegangen. Foto: dpa

Bürger zeigen auf dem Marktplatz Flagge für die Tieferlegung des Hauptbahnhofs.  

Stuttgart - Rund 4000 Teilnehmer haben sich laut Polizei am gestrigen Donnerstagabend zu einer Kundgebung für das Projekt Stuttgart 21 auf dem Stuttgarter Marktplatz eingefunden. Darunter auch etwa 1000 Jogger und 170 Radler, die vom Mineralbad Leuze gestartet waren, um Flagge für den Bau des Tiefbahnhofs zu zeigen.

Das Gerücht über einen Baustopp während der Verhandlungen mit den Projektgegnern räumte Peter Hauk, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, aus: "Es wird keinen Baustopp geben. Weder der Ministerpräsident noch der Bahn-Chef haben dem zugestimmt", stellte er unter dem Jubel der Teilnehmer fest. Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der Landtags-SPD, sagte, er habe sich nicht träumen lassen, das Projekt in Stuttgart und der Region, die am meisten davon profitierten, einmal verteidigen zu müssen, nachdem es 2005 im Bundestag einstimmig beschlossen worden sei. Er bekannte sich unter Applaus zu dem Projekt und erntete Buhs für sein Plädoyer für eine Volksabstimmung. "Ich weiß, dass wir die gewinnen werden", ist er überzeugt. Die Journalistin Susanne Offenbach zeichnete die "Vision" einer Volksbewegung für Stuttgart 21. "Ich wünsche mir, dass sich die geballte Kreativität auf die Riesenchance konzentriert, die das Projekt bietet", sagte sie und forderte: "Auch Minderheiten müssen verlieren können. Die Mehrheit will S 21."

Unter den Rufen der Menge "Wir sind Stuttgart" stiegen 210 weiße Luftballons in den Nachthimmel auf.

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