Erneut kein Sieg. Aber immerhin sah der Trainer Klaus Fischer bei seiner Mannschaft einen Aufwärtstrend. Foto: Yavuz Dural

Der SV Bonlanden versäumt es, von den Niederlagen des Führungsduos der Tabelle zu profitieren. In Waldstetten reicht es nur zu einem 0:0. Einer der Gründe für den Trainer Klaus Fischer: die „katastrophalen Platzverhältnisse“.

Waldstetten - Der Trainer Klaus Fischer bemühte sich am Ende um eine positive Sichtweise: „Wir haben einen Punkt gut gemacht.“ Damit hat er Recht, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt. Allerdings könnte man die Geschehnisse des 23. Spieltags der Fußball-Landesliga auch anders interpretieren: nämlich so, dass die Landesliga-Fußballer des SV Bonlanden mit ihrem 0:0 beim TSGV Waldstetten eine große Chance verpasst haben. Die gleichzeitigen Niederlagen des Führungsduos aus Weilheim und Heiningen wären eigentlich eine Steilvorlage gewesen, um im Aufstiegsrennen fürs Erste zum lachenden Dritten zu avancieren. Doch vermochten die Filderstädter eben nicht wirklich zu profitieren. Statt die Kluft zum Relegationsplatz auf drei Zähler zu verkürzen, beträgt diese nun fünf. Überhaupt einziger Gewinner des Wochenendes aus dem oberen Drittel des Klassements ist der SC Geislingen.

Immerhin aber hat sich gezeigt, dass auch die an der Spitze enteilte Konkurrenz nicht unfehlbar ist. Das macht Mut, dass in den nächsten Wochen nach vorn doch noch etwas gehen könnte. Auch hat die eigene Formkurve zumindest in einer Hinsicht wieder nach oben gezeigt. „Wir sind defensiv deutlich besser gestanden als zuletzt“, sagt Fischer. Nach jeweils drei Gegentoren bei den Schlappen in Buch (2:3) und gegen Köngen (0:3) ließen die Bonlandener diesmal kaum etwas zu – wobei es sich beim aktuellen Kontrahenten allerdings auch um die mit Abstand angriffsschwächste Mannschaft der Staffel handelte, wie nicht verschwiegen werden sollte. Dass die abstiegsgefährdeten Ostalb-Kicker in ihren bisherigen 21 Saisonspielen erst 14-mal getroffen haben, kann nach dem Auftritt vom Samstag nicht überraschen.

Freilich: im Angriffsspiel taten sich beide Seiten schwer. Nüchterne Erkenntnis: in diesem Bereich trug der jeweils ärgste Gegner kein Trikot, sondern holperte unter den Füßen. Zu den Rahmenbedingungen auf dem Waldstettener Naturrasen hatte Fischer denn auch eine ungeschönte Meinung. „Das ist dort der schlechteste Platz, den ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. Fußball spielen war dort schlicht nicht möglich“, sagt der Coach, der in seiner Startformation vier Veränderungen vorgenommen hatte. Neben den verhinderten Maximilian Goll (studienbedingt unterwegs) und Nico Presthofer (Leistenprobleme) verordnete er Fabio Lapeschi und Steffen Schmidt eine Pause auf der Bank.

Torchancen waren in der niveauarmen Begegnung schließlich an den Fingern einer Hand abzuzählen. Die drei besten der Gäste: Maximilian Schwarz zielte nach einem Sololauf über die rechte Seite knapp daneben (8.), dann strich Julian Schwarz’ Volleyabnahme haarscharf über die Querlatte (18.), dann scheiterte der eingewechselte Christian Mayer am glänzend reagierenden gegnerischen Keeper Bernd Stegmaier (84.). Demgegenüber vereitelte der Bonlandener Schlussmann Philipp Günther die dickste Waldstettener Möglichkeit per Fußabwehr. Geschossen hatte Ralph Molner (79.).

Fazit Fischers: „Wir waren ein Stück näher dran am Sieg als der Gegner.“ Dass jener nicht gelungen ist? Wie gesagt: spätestens die anderen Ergebnisse machten es vor der nun folgenden Heimaufgabe am Donnerstagabend gegen die Sportfreunde Dorfmerkingen ein bisschen ärgerlich.

TSGV Waldstetten:
Stegmaier – Ebner, Börngen, Fischer, Hollas – Kleinmann (82. Herr), Schuler, Molner, Stöppler (73. Grau) – Cinar, Eißele (61. Knödler).

SV Bonlanden:
Günther – Liebenstein, Ried, Taubald, Pottmeyer – Großhans (70. Schmidt), Adam, Maximilian Schwarz, Stannull – Hummel (63. Mayer) – Julian Schwarz (87. Eckhardt).

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