Mit einer überzeugenden Leistung am Reck sicherte Adrian Dudev der WTG Heckengäu II den Sieg. Foto: Lukas Weiß

Die Verbandsliga-Turner der Gemeinschaftsriege aus dem Heckengäu feiern einen knappen 38:33-Erfolg beim SV Bolheim und verbessern sich in der Tabelle auf Platz vier.

Julius Hottmann war stolz. Der Kapitän der WTG Heckengäu II war sehr zufrieden, er lobte seine Turner, die „bis zum Ende starke Nerven gezeigt haben“. Denn erst am letzten Gerät und mit dem letzten Mann machte die Gemeinschaftsriege den 38:33-Sieg beim SV Bolheim perfekt.

 

In der Buchfeldhalle in Herbrechtingen überzeugten die Verbandsliga-Turner der WTG, die zuletzt zwei Niederlagen in Folge hatten wegstecken müssen. Am Samstag konnten sie das Blatt wenden. Beim SV Bolheim gelang der zweite Saisonsieg. „Wir wussten, dass die Chance da war, Bolheim zu schlagen“, erklärte Julius Hottmann. Seine Turner seien „mit der richtigen Einstellung reingegangen“ und hätten sich den Sieg hart erarbeitet, was die Mannschaft auf den vierten Tabellenrang aufrücken lässt.

Von Beginn an machte die WTG Druck und erzielte am Boden mit dem 8:4 ein gutes Ergebnis, Luis Weiß und Tim Berger steuerten die Punkte bei. Auch am Pauschenpferd und dem Barren lief es hervorragend. Dank Jan Griesmeier und Peter Knemeyer, die beide jeweils die höchsten Tageswertungen am Pferd lieferten, erreichten die Gäste ein 9:4. Mit nur 0,95 Punkten Abzug verwandelte Julian Bleicher seine Barrenkür in drei Scorepunkte, die er seinem Kontrahenten Robin Klug abnahm. Weitere vier Zähler trug Deniz Bulut bei, der gegen Fabian Thoma aufgrund seines höheren Ausgangswertes und der besseren Ausführung gewann.

Eine Geräteniederlage erlitten die Heckengäuer allerdings an den Ringen (3:7) und dem Sprung (4:5). Der SV bot in Johannes Kastler und Leon Bausch zwei Top-Turner auf, denen die WTG nichts entgegenzusetzen hatte. Doch diesen Dämpfer blendete die Gemeinschaftsriege aus. „Wir standen zusammen und haben uns gegenseitig unterstützt“, beschreibt Hottmann die Stimmung vor den Finale.

Das letzte Duell bringt Entscheidung

Am Reck steigerte sich die Spannung ins Unermessliche. Vor dem letzten Duell stand es 33:33 – die entscheidende Rolle spielte für die WTG Adrian Dudev. Der 20-Jährige, der die Saison nutzt, um sich nach langer Verletzungspause fit für die dritte Liga zu turnen, lieferte die sauberste Kür – mit nur 0,95 Punkten Abzug. Sein Herausforderer Ingo Hild konnte nicht dagegenhalten und gab fünf Scorepunkte her, was zum Endstand von 38:33 für die WTG führte. „Wir haben von Anfang an den Sieg geglaubt“, beschreibt Hottmann.

Team hängt dem Saisonziel hinterher

Dennoch hinkt das Team dem selbst gesteckten Ziel von einem Podestplatz noch hinterher. Vor dem Ligafinale, das die Rückrunde darstellt, muss die WTG-Zweite mit der WKG Villingendorf-Rottweil und der TSG Backnang II zwei starke Gegner auf Abstand halten – beide Mannschaften stehen derzeit auf den Plätzen drei und zwei. Die WTG II darf sich keine Blöße geben und muss ähnlich geschlossen auftreten wie in Herbrechtingen – dann ist alles möglich.