Marktbrunnen von Karl Ulrich Nuss mit Neckar und Fils. Foto: Ines Rudel

Nicht nur das Hundertwasserhaus oder das Klo von Tomi Ungerer lockt Kunstfreunde nach Plochingen. Auf dem Bruckenwasen und in der Innenstadt gibt es viele andere Kunstwerke zu entdecken.

Plochingen - Viel mehr als das Hundertwasserhaus und das legendäre Klo von Tomi Ungerer gibt es in Plochingen zu entdecken. Bemerkenswert ist das Spektrum der modernen Kunst im öffentlichen Raum, das die Stadt bietet. Auf dem ehemaligen Gartenschau-Gelände Brückenwasen heißen die „Drei Wölfe“ von Hans-Felix Windisch aus dem Jahr 1998 die Besucher willkommen. Aus rostigem Metall hat der Künstler die wilden Tiere geschaffen, die ihre Zähne fletschen. Durch Maul und Augen sehen die Betrachter hinüber zur Stadtkirche. Faszinierend fügen sich die Skulpturen in den Landschaftspark ein.

Galerie unter freiem Himmel

Vom Bruckenwasen führen eine Brücke und eine Unterführung in die Stadt. Nur wenige Gehminuten entfernt, lohnt die Marktstraße einen Bummel. Die Fußgängerzone mit ihren markanten Fachwerkgebäuden hat sich mit den Jahren zur Galerie unter freiem Himmel entwickelt. Ein Hingucker ist der Marktbrunnen des Bildhauers Karl Ulrich Nuss. Im Zentrum des Kunstwerks aus dem Jahr 1978 stehen zwei Figuren, die Neckar und Fils symbolisieren. Der Künstler, dessen Skulpturenpfad und die Allee mit Paaren am Naturfreundehaus in Strümpfelbach zahlreiche Spaziergänger begeistern, hat auch das Ottilienbrünnele an der Kapelle geschaffen. Einen reizvollen Kontrast bilden die farbenfrohen Frauenfiguren des Plochinger Künstlers Wolfgang Thiel, die den Weg in der Innenstadt weisen.

Kunsttouren in der Innenstadt lassen sich mit dem Büchlein „Kunst in Plochingen – Skulptur, Malerei, Grafik“ planen. Kulturamtschefin Susanne Martin, Dagmar Bluthardt und Joachim Hahn haben den Führer zur Kunst im öffentlichen Raum gestaltet. Er ist zum Preis von 9,50 Euro bei der Plochingen-Info zu haben.

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