Benedikt Stegmayer kehrt nach drei Jahren Esslingen den Rücken. Foto: M. Steinert/Archiv

Benedikt Stegmayer wird Kultur- und Tourismuschef in Bayreuth. Esslingen muss nach einem neuen Kulturchef suchen.

Esslingen - Der legendäre Esslinger Kulturreferent Peter Kastner ist einst – im Jahr 2006 – nur ganz knapp mit dem Versuch gescheitert, in München Kulturreferent zu werden. Sein Nachfolger in Esslingen, der Kulturamtsleiter Benedikt Stegmayer, hat sich für eine etwas kleinere Nummer entschieden – mit Erfolg. Denn am Mittwochabend hat der Bayreuther Gemeinderat den 37-Jährigen zum neuen Chef des städtischen Kultur- und Tourismusreferats gewählt. Das ist nicht nur wegen des guten Namens, den Bayreuth bundesweit vor allem natürlich wegen der Richard-Wagner-Festspiele in der Kulturszene genießt, ein Karrieresprung. Denn faktisch entspricht die Funktion Stegmayers der eines Bürgermeisters. Seine Amtszeit beträgt zunächst sechs Jahre.

Viele spannende Aufgaben warten

„Der Abschied aus Esslingen fällt mir sehr schwer“, betonte Stegmayer. Er sei in Esslingen auf ein überaus kulturfreundliches Klima und auf ein „tolles Team im Kulturamt“ gestoßen. An der 76 000-Einwohner-Stadt Bayreuth reize ihn unter anderem die Aufgabe, die neu gestaltete Stadthalle und das als Uno-Weltkulturerbe geführte markgräfliche Opernhaus mit kulturellem Leben zu füllen. Auch die Kooperation mit den Wagner-Festspielen gehört zu Stegmayers Aufgabenfeldern.

Die Kulturkonzeption ist sein Werk

Der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger gratulierte Stegmayer zu seiner neuen Aufgabe. Sie sei eine „Anerkennung für die von Benedikt Stegmayer als Kulturamtsleiter geleistete hervorragende Kulturarbeit in Esslingen.“ In seinen etwas mehr als drei Jahren hat Stegmayer nicht nur eine Kulturkonzeption erarbeitet, die die Basis für das zukünftige Zusammenwirken der freien Szene und der städtischen Einrichtungen bildet. Auch hat Stegmayer neue transparentere Förderungsrichtlinien entwickelt sowie einen Topf geschaffen, aus dem junge und neue Kulturinitiativen, die noch nicht in den Genuss einer Dauerförderung kommen, Zuschüsse beantragen können. Wann Stegmayer nach Bayreuth wechselt, soll in den nächsten Tagen geklärt werden.

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