Die Odenwaldschule hat am Samstag interessierte Eltern ungeachtet des neuen Missbrauchsverdachts zu einem „Internatstag“ empfangen. Foto: Getty Images Europe

Die krisengeschüttelte Odenwaldschule bemüht sich um Normalität. Am Samstag war „Internatstag“. Die Öffentlichkeit war allerdings ausgeschlossen.

Die krisengeschüttelte Odenwaldschule bemüht sich um Normalität. Am Samstag war „Internatstag“. Die Öffentlichkeit war allerdings ausgeschlossen.

Heppenheim - Die Odenwaldschule hat interessierte Eltern ungeachtet des neuen Missbrauchsverdachts zu einem „Internatstag“ empfangen. Die Öffentlichkeit war am Samstag allerdings ausgeschlossen. Medienvertreter wurden bereits an der Einfahrt abgewiesen.

Die Besucherzahlen hätten denen vorausgegangener Informationstage entsprochen, teilte die Sprecherin der Schule, Gertrud Ohling von Haken, mit. Die Schulleitung freue sich deshalb „über das anhaltende Interesse an der Odenwaldschule“. Der Termin am Samstag sei bereits seit Monaten angekündigt gewesen und nur für Eltern bestimmt, deren Kinder künftig möglicherweise die Schule besuchen.

Beim „Internatstag“ konnten sich Eltern über das Angebot der Schule im südhessischen Heppenheim informieren, sich Räume ansehen und nach Anmeldung am Unterricht teilnehmen. Der Sprecherin zufolge finden die nicht-öffentlichen „Internatstage“ jedes Frühjahr mehrfach statt.

Im Zentrum des neuen Missbrauchsverdachts steht ein Lehrer, der 2011 an die Schule gekommen war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher sexueller Übergriffe. Der mittlerweile fristlos entlassene Mann hatte gestanden, Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Bereits vor einigen Jahren hatte ein Missbrauchsskandal das Internat erschüttert. Seit den 60er Jahren waren dort mindestens 132 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden.

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