Das Gesicht des deutschen Fußballs: Bundestrainer Joachim Löw. Foto: dpa

Joachim Löw startet das Unternehmen Titelverteidigung und bleibt zumindest bis zur WM 2018 in Russland Bundestrainer. Für den deutschen Fußball ist das positiv – weil Löw gute Arbeit leistet.

Stuttgart - Joachim Löw hat sich ein paar Tage Zeit gelassen, ehe er die gute Nachricht verkündete. Er bleibt Bundestrainer. Zumindest noch die nächsten zwei Jahre. Was nicht selbstverständlich ist in einem Job, den nach einem Sieg 80 Millionen Deutsche genauso gut machen würden wie er. Und in dem nach einer Niederlage dieselben 80 Millionen genau wissen, woran es lag. Mag sein, dass sich Löw nach dem Aus im Halbfinale der Fußball-EM kurz fragte, ob er noch der Richtige ist. Aber was hätte er sich vorwerfen können: Dass vor dem wichtigen Spiel gegen die Franzosen etliche Stützen seiner Mannschaft verletzt oder gesperrt wegbrachen? Dass Thomas Müller eine dieser Phasen erwischt hat, in denen ein Stürmer sich beim In-der-Nase-Bohren den Finger bricht?

Ein akribisch arbeitender Coach

Nein, Joachim Löw ist ein guter und akribisch arbeitender Coach, der auch bei der WM 2018 in Russland ein Team ins Turnier schicken wird, das alle Chancen auf den Titel hat. Es könnte allerdings sein, dass sich der eine oder andere TV-Experte bis dahin noch wund liegen wird auf der Suche nach Möglichkeiten, ihm dabei vors Schienbein zu treten.

gunter.barner@stuttgarter-nachrichten.de

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