Der deutsche Islamist Eric Breininger auf einem Droh-Video von 2008 Foto: dpa

    Seit Jahren weisen Experten darauf hin, dass Deutschland für islamistisch motivierte Terroristen von einem Ruhe- zu einem Kampfraum geworden ist. Das hat jedoch kein Parlament dazu bewogen, mehr Geld für die Polizei auszugeben.    

Stuttgart - Ist es so, wie Herbert L. Müller vermutet, kommen schwere Zeiten auf Deutschland zu: Mit dem Faktor 4 würde er die bekannten Zahlen der Dschihadisten aus Deutschland und der gewaltbereiten Islamisten in Land multiplizieren, sagt der Verfassungsschützer öffentlich. So werden aus den offiziell 450 Gotteskriegern aus Deutschland 1800 Frauen und Männer, die ausgezogen sind, um in Syrien und im Irak ihren Heiligen Krieg zu kämpfen. Alles spricht dafür, dass Müller recht hat mit seiner Schwarzmalerei.

Die kommt ungelegen in einer Zeit, in der in Sachen „Islamismus“ deutsche Politiker in Talkshows zwar viel Aktionismus präsentieren. Gleichzeitig aber keinen Cent zusätzlich für die innere Sicherheit ausgeben. Seit Jahren weisen Experten darauf hin, dass Deutschland für islamistisch motivierte Terroristen von einem Ruhe- zu einem Kampfraum geworden ist. Sie warnen, dass es nur deshalb hier keinen Anschlag wie den in London oder den in Madrid gab, weil „wir in Deutschland verdammt viel Glück hatten“. Das hat jedoch kein Parlament dazu bewogen, mehr Geld für die Polizei auszugeben. Zwar sollen auf der Straße mehr Polizisten patrouillieren. Statt die aber einzustellen, werden sie allenfalls in fragwürdigen Reformen zusammengeklaubt.

Müllers warnende Hochrechnung wird behandelt werden wie immer. Der abteilungsleitende Verfassungsschützer wird zusammengestaucht und zur Ordnung gerufen, seine Prognose heruntergespielt. Denn: 1800 Dschihadisten sind 1800 mögliche kriegserfahrene Rückkehrer nach Deutschland. 1800 potenzielle Attentäter. Eine Zahl, vor der die Polizei kapituliert – ob jetzt landauf, landab reformiert oder nicht. Zumal nicht etwa Leute wie Müller reformieren. Sondern oft die, die früher beim Fußball als letzte gewählt wurden.

Seit Jahren weisen Experten darauf hin, dass Deutschland für islamistisch motivierte Terroristen von einem Ruhe- zu einem Kampfraum geworden ist. Sie warnen, dass es nur deshalb hier keinen Anschlag wie den in London oder den in Madrid gab, weil „wir in Deutschland verdammt viel Glück hatten“. Das hat jedoch kein Parlament dazu bewogen, mehr Geld für die Polizei auszugeben. Zwar sollen auf der Straße mehr Polizisten patrouillieren. Statt die aber einzustellen, werden sie allenfalls in fragwürdigen Reformen zusammengeklaubt.

Müllers warnende Hochrechnung wird behandelt werden wie immer. Der abteilungsleitende Verfassungsschützer wird zusammengestaucht und zur Ordnung gerufen, seine Prognose heruntergespielt. Denn: 1800 Dschihadisten sind 1800 mögliche kriegserfahrene Rückkehrer nach Deutschland. 1800 potenzielle Attentäter. Eine Zahl, vor der die Polizei kapituliert – ob jetzt landauf, landab reformiert oder nicht. Zumal nicht etwa Leute wie Müller reformieren. Sondern oft die, die früher beim Fußball als letzte gewählt wurden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: