Das Kochen im Freien bereitet besonders viel Vergnügen. Outdoorküchen gibt es in unzähligen Ausführungen. Foto: Adobe Stock

Im Sommer isst man am liebsten draußen. Wer die Mahlzeiten auch dort zubereiten kann, hat’s gut. Die Bandbreite an Outdoor-Küchen ist riesig. Auf was man achten sollte.

Das Frühstück auf der Terrasse und auch das Abendessen im Freien: Im Sommer isst man am liebsten draußen. Wer die Mahlzeiten auch dort zubereiten kann, hat’s gut. Wer jetzt mit dem Gedanken spielt, sich eine Outdoorküche anzuschaffen, sollte sich zunächst fragen: Benutze ich sie häufig oder nur gelegentlich? Wie viel will ich für das Kochvergnügen ausgeben?

 

Während sich der eine für die günstige Discounterware entscheidet, liebäugelt manch andere mit einem maßgefertigten Einzelstück. Edle Versionen in ausgesuchtem Design bieten nicht nur Kochstelle, Arbeitsfläche und Spüle, auch Induktionsherde oder Kühlschränke können stilsicher wie passgenau integriert werden. Derartige Exklusivvarianten kosten fast so viel wie eine gute Einbauküche.

Doch auch der Preis von bewährten Standard-Modellen beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Die meisten Küchensysteme werden in Modulbauweise angeboten. Dementsprechend lässt sich die Küche nach Bedarf und schrittweise um Regale, Kochfeld und Spüle erweitern und mit den gewünschten Elementen ergänzen. So mancher Hobbykoch baut sich seine Outdoorküche einfach selbst. Idealerweise wählt man für die Outdoorküche einen wind- und wettergeschützten Platz – am besten überdacht.

Fester Untergrund für die Outdoor-Küche

So muss man nicht bei jedem kurzen Regenschauer ins Trockene flüchten. Liegt die Sommerküche günstig vor der Küchentür, kann man alles Nötige schnell nach draußen bringen. Sind Koch- oder Grillstelle etwas weiter vom Haus entfernt, erweisen sich Rollcontainer, Küchenwagen oder ein mobiles Regal als ausgesprochen hilfreich.

Am besten steht die Outdoorküche auf einem festen Untergrund. Sie sollte leicht zugänglich, praktischerweise von allen Seiten bedienbar sein oder die verschiedenen Elemente u-förmig angeordnet haben. Die Außenküche kommt mit wenigen Quadratmetern aus, und manchem Gartenbesitzer genügt eine kleine gemauerte Kochzeile. Grenzt diese unmittelbar ans Nachbargrundstück, schirmt ein Sichtschutz neugierige Blicke ab.

Generell ist die Outdoorküche eher eine willkommene Randerscheinung, so stören Dünste und Dämpfe nicht den Aufenthalt im Grünen. Prinzipiell kommen für die Außenküche nur robuste und witterungsbeständige Werkstoffe infrage. Küchengeräte, Spülbecken und Armaturen müssen Hitze, Frost und Regen trotzen, sowie UV-beständig sein. Als unverwüstlich gilt Edelstahl.

Kühlbox statt Kühlschrank

Für Ablage- und Arbeitsflächen eignen sich Stein- oder Natursteinplatten, pflegeleichte Keramikfliesen und Platten aus Feinsteinzeug. Lärchen- oder Eichenholz ist sehr witterungsbeständig. Je mehr Utensilien draußen gelagert werden, umso entspannter das Kochen und Brutzeln. Stauraum und Arbeitsflächen braucht man auf jeden Fall. Töpfe, Pfannen und Bleche lassen sich unter der Spüle aufbewahren, ebenso die Grillkohle lagern oder die Reserve-Gasflasche verstauen.

Wer den Platz über der Arbeitsfläche mit Hängesystemen ausstattet, hat die wichtigsten Utensilien griffbereit: Pinsel, Grillzange, Fleischgabeln und Metallwender haben dort Platz; ebenso Messer- oder Stahlbürste zum Reinigen der Roste. Schnell verderbliche Frischwaren wie Fleisch und Fisch müssen gekühlt und zugedeckt stehen. Eine Kühlbox statt eines Kühlschranks im Freien tut es auch.

Wer Letzteren im Außenbereich anschließen kann, muss die Steckdose mit einer Abdeckklappe sichern. Bei einem fest installierten Wasseranschluss darf man nicht vergessen, ihn im Winter vor Frost zu schützen. Will man überwiegend Würstchen, Fleisch und Fisch grillen, reicht ein Kohlegrill aus. Die typische Rauchbelästigung lässt sich nicht immer vermeiden. Beim Elektrogrill kommt sie erst gar nicht auf. Zudem ist er leicht zu bedienen und zu pflegen.

Mahlzeit an lauen Sommerabenden

Gehoben ausgestattete Modelle besitzen einen Pizzastein. Bei den mittlerweile sehr beliebten Gasgrills ist die Auswahl groß. Die fast Alleskönner nimmt man per Knopfdruck in Betrieb und reguliert die Brattemperatur mit dem Schalter. Ein Gasgrill beansprucht in der Regel mehr, auch abhängig von der Grillfläche.

Auf einem Gasgrill mit Seitenbrenner kann man große Mengen zubereiten – optimal bei vielen Gästen. Weiteren Kochkomfort versprechen Temperatur- und Zugluftkontrolle, bei geschlossenem Deckel lassen sich Pizza oder Kuchen backen. Fügt sich schließlich der Essplatz zum Gesamtensemble von Outdoorküche, Haus und Garten, ist der Tisch groß genug und die Stühle bequem, wird jede Mahlzeit an lauen Sommerabenden zum wahren Fest. Und jeder wolkenfreie Grillplatz zur Sterneküche.