In Esslingen stehen in den nächsten Tagen wichtige Entscheidungen an. Es geht um viele Millionen Euro.
In den nächsten 15 Jahren werden im Klinikum Esslingen rund 270 Millionen Euro investiert – so sieht es ein Masterplan vor. In den kommenden Tagen werden dafür entscheidende Weichen gestellt. Zunächst werden sich am Donnerstag der Aufsichtsrat und anschließend der Betriebsausschuss mit dem Thema Neu- und Umbauten beschäftigen. Am kommenden Montag steht dann der Gemeinderat vor wegweisenden Entscheidungen. Es geht vor allem um den sogenannten Bauabschnitt 1b, für den mit Investitionen von fast 200 Millionen Euro zu rechnen ist. Gut die Hälfte dürfte durch Fördermittel gedeckt werden. Aber fast 90 Millionen Euro muss das Klinikum aufbringen. Alleiniger Träger des Klinikums ist die Stadt Esslingen.
Jetzt soll das Haus 2 abgerissen werden
Der Bauabschnitt 1b umfasst den Abriss und Neubau des zentral gelegenen Hauses 2, wo unter anderem Chirurgie und Anästhesie untergebracht sind, sowie die Frauenheilkunde, Neurologie und Pathologie. Zudem geht es in dem Bauabschnitt auch um Infrastrukturmaßnahmen und den Aufbau einer zentralen Betriebstechnik. Der gesamte Neu- und Umbau ist so geplant, dass die gesamte Funktionstüchtigkeit des Hauses jederzeit gewahrt bleibt. Deshalb gab es auch den sogenannten Bauabschnitt 1a: ein Gebäude, das auf vier Etagen Platz für 152 Betten in vier Stationen bietet. Das intern „Haus Null“ genannte neue Gebäude schuf die nötigen Ausweichflächen, damit in anderen Bereichen gebaut werden kann. Es wurde im vergangenen Sommer fertig.
Die Kosten waren schon einmal geringer
In den ersten Planungen wurde mit deutlich geringeren Kosten geplant. In einem Dokument, das dem Gemeinderat zur Abstimmung vorliegen wird, werden die Mehrkosten unter anderem mit Baupreissteigerungen begründet. Immerhin habe es in den vergangenen Monaten „massive Anstrengungen“ gegeben, „um Kosten einzusparen“. Dabei sei darauf geachtet worden, dass es in den medizinischen Versorgungsbereichen zu keinen Abstrichen bei der Raum- und Funktionsplanung kommt.