Wir haben unter anderem die App Worldwatchers (links) und Eevie (rechts) getestet. Foto: STZN/Franziska Schmock

CO2 sparen im Alltag – leichter als man denkt? Verschiedene Handyprogramme versprechen, dabei zu helfen. Wir haben drei Apps getestet.

Stuttgart - Ob Fitness, Streaming oder die Einkaufsliste: Es gibt Apps für jede Alltagssituation. Auch den Klimaschutz kann man heutzutage vom Smartphone aus im Blick behalten. Verschiedene Klima-Apps schätzen den eigenen CO2-Ausstoß und liefern Ideen, wie man seinen Alltag klimafreundlicher gestalten kann. Drei dieser Apps haben wir über einen kleinen Zeitraum im Alltag getestet und subjektiv aufgeschrieben, was uns gefallen hat und wo noch Luft nach oben ist.

Worldwatchers

Bei Worldwatchers wird zu Anfang die eigene CO2-Bilanz errechnet. Die Fragen hier sind simpel und trotzdem detailliert genug, um den persönlichen CO2 Ausstoß zu errechnen. In Challenges setzt man sich selbst Ziele – zum Beispiel plastikfrei zu leben oder das Fahrrad zu nehmen. Für jede erfüllte Challenge werden Klimapunkte gutgeschrieben, mit denen man in höhere Level aufsteigt. Außerdem kann man in der App per Barcode-Scanner auch die Klimabilanz einzelner Produkte nachschlagen. Leider erkennt der Scanner noch nicht alle Produkte, was diese Funktion nur bedingt brauchbar macht.

Worldwatchers gibt es kostenlos für iOS und Android.

Eevie

Die App Eevie startet ebenfalls mit der Berechnung des CO2-Fußabdrucks. Hierzu müssen standardisierte Fragen beantwortet werden, die schwer auf die eigene Situation anpassbar sind. Die errechnete Zahl wird dadurch ungenau. Erst später kann man Dinge wie die Größe des eigenen Haushalts oder die Energiequelle anpassen. Hat man seinen Fußabdruck errechnet, wählt man Gewohnheiten, die man sich aneignen will. Beispielsweise Recycling oder saisonale Ernährung. Wer diese neuen Gewohnheiten umsetzt, sammelt Punkte und kann diese einlösen, um einen Baum pflanzen zu lassen.

Eevie gibt es kostenlos für iOS und Android.

Energy Buddy

Für die Nutzung von Energy Buddy muss ein Account erstellt werden. Das geschieht direkt in der App. Auch hier wird der CO2-Fußabdruck anhand von Standardfragen errechnet. Diese sind genauer als bei Eevie, in einigen Bereichen auch detaillierter als bei Worldwatchers. Die App fokussiert sich vor allem auf den Energieverbrauch zuhause, man kann Zählerstände erfassen, Stromkosten und den eigenen Tagesverbrauch errechnen. Im News- und Facts-Bereich finden sich Artikel rund um das Thema Energie. Auch diese App bietet Herausforderungen, die man absolvieren kann, um seine persönliche CO2-Bilanz zu verbessern. Außerdem gibt es Mini-Spiele, die nach unserem Eindruck jedoch etwas deplatziert wirken.

Energy Buddy gibt es kostenlos für iOS und Android.

Unser Fazit

Jede der Apps schafft es, einen Überblick, über die persönlichen CO2-Emissionen zu schaffen. Auch in den Aufgaben und Herausforderungen unterscheiden sich die Apps wenig. Hier ist außerdem Selbstdisziplin gefragt, da man bei allen drei Apps schummeln kann. Wer möglichst viele, detaillierte Funktionen in einer App sucht, der wird mit Energy Buddy glücklich. Falls man sich mit weniger Funktionen zufriedengibt und hauptsächlich Herausforderungen für den Alltag sucht, scheint Eevie empfehlenswert. Worldwatchers hat die Tendenz zu einem praktischen Begleiter im täglichen Leben, aufgrund der aktuell nicht immer funktionierenden Bar-Code Scanner bleibt die App aber unseren Erfahrungen nach ohne Alleinstellungsmerkmal.

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