Bei so vielen Gospelsängern im Osten muss Dirigent Thomas Dillenhöfer schon mal auf den Tisch steigen, um den Überblick zu behalten. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das evangelische Wochenmagazin Chrismon sucht nach Kirchengemeinden, die durch einen besonderen Gottesdienst herausstechen. Gospel im Osten, der Projektchor aus Stuttgarts Osten, nimmt daran teil und will Chrismon-Gemeinde 2017 werden.

Stuttgart - „Gospel im Osten“, das Gospelchor-Projekt der evangelischen Kirche Stuttgart, tritt in einem bundesweiten Wettbewerb an. Gegenspieler sind andere Kirchengemeinden mit besonderen Gottesdienstangeboten. Initiator des Wettbewerbs ist das evangelische Monatsmagazin „Chrismon“, das nach der „Chrismon Gemeinde 2017“ sucht.

„Gospel im Osten“ ist Gottesdienst mit Gospelmusik, Theologie und einer neuen Gottesdienstkultur. Damit erreicht die Reihe seit 2005 regelmäßig Hunderte Menschen. Nach der Auszeichnung mit dem Stuttgarter Bürgerpreis will der Chor nun deutschlandweit zeigen, was er kann.

Es winken Fördergeldeer

Der Wettbewerb wird von einer Jury und durch Publikumsvotum entschieden. Bis zum 5. April 2017 kann jeder kostenlos und ohne Angaben persönlicher Daten für die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart, „Gospel im Osten“ und das Gospelhaus in der Kategorie Besonderer Gottesdienst unter www.chrismongemeinde.de abstimmen. Es winken Fördergelder über 20 000 Euro.

„In einer Gesellschaft, die sich immer mehr segmentiert, ist ein Chor mit 400 bis 500 Leuten eine sehr wichtige Gottesdienstform, weil sie viele Menschen, auch über die Predigten in ihrer Tiefe und verständlichen Sprache, emotional erreicht“, sagt Stadtdekan Søren Schwesig. „Gospel im Osten“ habe jetzt schon eine „tolle Wachstumsgeschichte“, deshalb müsse die Friedenskirche „baulich noch mal ran: wir haben zu wenig Toiletten“, sagt der Stadtdekan. Die Gesamtkirchengemeinde werde den Ausbau finanziell unterstützen, sagte Schwesig am Mittwoch.

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