Austritte, Kritik und Vertrauensverlust: Die katholische Kirche befindet sich nicht erst seit der jüngsten Debatte um Missbrauchsfälle in der Krise. Wir haben mit Johanna Beck vom Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz über notwendige Reformen gesprochen.

Stuttgart - Die katholische Kirche steckt in einer tiefen Krise. Auf die jüngste Debatte um Fehlverhalten des Erzbistums Köln bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen reagierten tausende Gläubige mit Austritten. Seit Jahren wird kritisiert, dass sich die Kirche ihrer Verantwortung einer schonungslosen Aufklärung von Missbrauchsfällen in Deutschland entzieht.

Stattdessen: Vertuschung, Vertagung und häufig auch Gleichgültigkeit gegenüber Opfern. Wir haben über das Thema mit Johanna Beckgesprochen, die sich im Betroffenenbeirat der deutschen Bischofskonferenz engagiert. Auch sie musste in ihrer Jugend Missbrauchserfahrungen im kirchlichen Kontext machen. Heute setzt sie sich entschlossen für Reformen ein. Sie fordert dass das Patriarchat, der Klerikalismus und die Diskriminierung von Frauen in der Kirche ein Ende haben müssen.

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