Viele Eltern stecken bei der Arbeit zurück, um sich um ihre Kinder kümmern zu können. (Symbolbild) Foto: dpa/Christian Beutler

Bundestag und Bundesrat haben ein neues Gesetz zur Lohnfortzahlung verabschiedet. Damit werden Verdienstausfälle von Eltern kompensiert, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Alleinerziehende profitieren besonders stark.

Berlin - Die längere Lohnfortzahlung für Eltern in der Corona-Krise ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat zu. Eltern, die wegen der Pandemie ihre Kinder betreuen und nicht arbeiten können, können ihre damit verbundenen Verdienstausfälle künftig 10 statt 6 Wochen lang geltend machen. Für Alleinerziehende verlängert sich der Zeitraum auf 20 Wochen. Gezahlt werden 67 Prozent des Nettoeinkommens, allerdings höchstens 2.016 Euro pro Monat.

Zugleich wird der Entschädigungsanspruch auch auf Arbeitnehmer erweitert, die hilfebedürftige Menschen mit Behinderung betreuen oder pflegen. Davon können zum Beispiel Eltern von erwachsenen Kindern mit Behinderung profitieren, wenn deren Betreuungseinrichtungen, Werkstätten oder Tagesförderstätten coronabedingt geschlossen sind.

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