Der Architekt Jürgen Zeeb, die Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer, die Vereinsvorsitzende Silvia Wolf und Erika Rosenitsch vom Bezirksamt (v.l.) beim Spatenstich. Foto: Hemminger

Auf der Kinder- und Jugendfarm hat mit dem Spatenstich der Bau eines neuen Farmgebäudes begonnen.

Weilimdorf - Obwohl für den Neubau auf der Kinder- und Jugendfarm erst am Freitag die ersten offiziellen Spatenstiche geschaufelt wurden, war auf dem Gelände im Wolfbusch bereits eine kleine, sandkastengroße Baugrube zu sehen. „Unsere Kinder buddeln schon seit Wochen“, sagte Silvia Wolf, die Vorsitzende des Trägervereins, lachend.

Die Vorfreude auf das neue Farmgebäude war auch ihr anzumerken. „Jetzt geht’s endlich los“, sagte sie. Geplant worden sei schließlich schon seit vier Jahren. Denn die Container, die bei der Farmeröffnung im Jahr 2000 nur provisorisch errichtet wurden, sind inzwischen nicht nur zu klein, sondern auch längst marode, zugig und kalt. Seit der Gemeinderat Ende 2011 überraschend Restmittel in Höhe von 250 000 Euro aus dem Doppelhaushalt 2010/11 gewährte und kurz darauf weitere 30 000 Euro für den Bau einer Küche aus dem Haushalt 2012/13 zusicherte, stand dem Projekt außer einigen Formalitäten nichts mehr im Wege.

„Ein echtes Erfolgsmodell“

Auch die Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer war zum Spatenstich in den Wolfbusch gekommen. Sie lobte die Kinder- und Jugendfarm als ein „echtes Erfolgsmodell“, das sich zu einem Anziehungspunkt im ganzen Stadtbezirk entwickelt habe. „Jetzt ist der Verein Opfer seines Erfolges geworden“, meinte sie mit Blick auf die beengten Räumlichkeiten. In dem neuen, 120 Quadratmeter großen Gebäude soll künftig Raum für 80 Kinder sein. „Ich habe keine Zweifel, dass dieser Platz ruckzuck genutzt wird“, sagte Isabel Fezer.

Der für das Bauprojekt verantwortlich zeichnende Architekt Jürgen Zeeb freute sich ebenfalls darüber, dass die Bauarbeiten in zwei Wochen starten. Neben den Containern könne nun endlich „etwas Großes“ entstehen. „Wir wollen etwas Neues machen, aber es ist uns wichtig, etwas zu schaffen, das Jugendfarm-Charakter hat“, betonte der Architekt. „Es soll nicht zu geschleckt und zu perfekt sein, sondern einen Bezug zur Natur haben.“ Dieser Wunsch wird sich beispielsweise in der rustikalen Holzverkleidung widerspiegeln.

Mehr Platz im Neubau

Die Baupläne sehen vor, dass im Erdgeschoss ein Gruppenraum, eine Küche, ein Mitarbeiterbüro, eine behindertengerechtes Toilette sowie separate Mädchen- und Bubentoiletten entstehen. Unter dem schrägen und begrünten Pultdach wird Platz für einen Lagerraum sein. Wenn alles nach Plan läuft, soll Ende März oder Anfang April des nächsten Jahres die Einweihung gefeiert werden.

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