Ein Polizist patrouilliert am 24.07.2017 in Schaffhausen (Schweiz) in der Innenstadt. Foto: dpa

Vor vier Wochen hat Franz W. in Schaffhausen mit einer Kettensäge mehrere Menschen verletzt. Laut Anwalt Thomas Fingerhuth sei ein Autounfall vor 18 Jahren das Motiv des 50 Jahre alten Täters gewesen.

Schaffhausen - Vier Wochen nach dem Kettensägen-Angriff im schweizerischen Schaffhausen hat ein Anwalt nach einem Medienbericht erstmals das Motiv des Täters genannt. Der 50 Jahre alte Franz W. habe vor 18 Jahren einen schweren Autounfall gehabt und jahrelang mit seiner Krankenkasse über Zahlungen gestritten, zitiert die Gratiszeitung „20 Minuten“ Anwalt Thomas Fingerhuth am Dienstag.

Franz W. war am 24. Juli in eine Filiale einer Krankenkasse in Schaffhausen eingedrungen und hatte zwei Mitarbeiter mit einer Kettensäge verletzt. Er flüchtete und versetzte die Region nahe der deutschen Grenze in Angst und Schrecken.

Franz W. galt seit langem als psychisch auffällig

Einen Tag später wurde der Mann in Thalwil im Kanton Zürich festgenommen. Franz W. galt seit langem als psychisch auffällig und soll wochenlang in einem Waldstück bei Schaffhausen in einem Auto gehaust haben.

Sein Mandant habe bei dem Unfall 1999 schwerste Kopfverletzungen und Dauerschäden erlitten, sagte der Anwalt. Der Streit mit der Krankenkasse habe sich über Jahre hingezogen. „Am Schluss eskalierte die Situation“, zitiert die Zeitung den Anwalt. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht.

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