Angeblich soll WhatsApp heimlich dafür gesorgt haben, dass man auch von Fremden in Gruppen hinzugefügt werden kann. (Symbolfoto) Foto: imago images/onw-images/Marius Bulling via www.imago-images.de

Aktuell kursiert auf WhatsApp ein Kettenbrief: Darin wird behauptet, dass die Gruppeneinstellungen durch ein heimliches Update des Messengers geändert wurden. Wir erklären, was es mit dieser Nachricht auf sich hat.

Stuttgart - Seit Kurzem sorgt ein Kettenbrief bei vielen WhatsApp-Nutzern für Verwirrung: Angeblich hat der Messenger „letzte Nacht“ mit einem Update heimlich die Gruppen-Einstellungen geändert. Nun könne man von jedem WhatsApp-Nutzer – auch von unbekannten Usern – in beliebige Gruppen hinzugefügt werden, ohne dass die eigene Zustimmung notwendig sei. „Das bedeutet deine Inhalte können angegriffen oder zugespamt werden“, heißt es in einer Version des Kettenbriefes, der momentan in verschiedenen Varianten kursiert.

Das ist dran an den Kettenbriefen

Die Behauptungen aus dem Kettenbrief sind laut der Verbraucherzentrale größtenteils falsch. WhatsApp habe kein neues Update vorgenommen, um eine solche Funktion einzufügen, heißt es auf der Webseite der Organisation. Die Einstellung dazu, wer einen Nutzer zu Gruppen hinzufügen kann, stehe standardmäßig immer auf „Jeder“. So kann man auch durch unbekannte User ungefragt Teil von Gruppen werden. In Deutschland lässt sich laut der Verbraucherzentrale diese Einstellung erst seit 2019 verändern.

Allerdings könne es durch WhatsApp-Updates tatsächlich passieren, dass diese Einstellung trotz Anpassung wieder auf „Jeder“ zurückgesetzt wird. Außerdem sei es möglich, dass man dadurch ungefragt in Gruppen voller Spam-Nachrichten landet, die man nicht sehen möchte. Jedoch betont die Verbraucherzentrale, dass andere Mitglieder dieser Chats nicht in der Lage sind, auf die Inhalte anderer Unterhaltungen oder Daten wie die Kontaktliste zuzugreifen.

So können Sie die Einstellungen ändern

Wer trotzdem nicht möchte, dass die Einstellung bei „Jeder“ bleibt, kann dies leicht anpassen. Dazu muss man den Bereich „Einstellungen“ in der App öffnen, dann auf „Account“ tippen und anschließend den Bereich „Datenschutz“ auswählen. Dort kann unter dem Eintrag „Gruppen“ bestimmt werden, wer die Möglichkeit hat, den User in eine Gruppe hinzuzufügen. Bleibt die Einstellung bei „Jeder“ sind sowohl die eigenen Kontakte als auch Fremde dazu in der Lage. Ändert man dies zu „Meine Kontakte“, können dies nur noch dem User bekannte Personen tun. Mit der Einstellung „Meine Kontakte außer“, lassen sich zudem auch einzelne Bekannte ausschließen, von denen man nicht möchte, dass man in Gruppen hinzugefügt wird. Durch das Tippen auf „Fertig“ ist die Auswahl gespeichert.

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