Der Bürgermeister bezeichnet die Absage als „schwierige und traurige Entscheidung“. Foto: imago/Thomas Zimmermann/Thomas Zimmermann

Gute Nachrichten für alle Tierschützer: Das für Juli geplante Stiertreiben in der nordspanischen Stadt Pamplona ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Ganz ausfallen wird das Großereignis trotzdem nicht.

Pamplona - Keine sommerlichen Stiertreiben in Pamplona: Wegen der Corona-Krise ist am Dienstag das für Juli geplante „Sanfermines“-Fest in der nordspanischen Stadt abgesagt worden. Da fast alle anderen Großereignisse 2020 dem Virus zum Opfer gefallen seien, „kann natürlich auch unsere geliebte Fiesta keine Ausnahme bilden“, teilte die amtierende Bürgermeisterin ​​Ana Elizalde mit. Ein Teil der im Budget für das Spektakel vorgesehen drei Millionen Euro soll nun für den Kampf gegen das Virus verwendet werden.

Das Volksfest, das der Stierkampf-Fan Ernest Hemingway in seinem Roman „Fiesta“ (1926) berühmt gemacht hatte, sollte vom 6. bis 14. Juli stattfinden. Die Absage sei eine „schwierige und traurige Entscheidung“ gewesen, hieß es. Elizalde wollte aber nicht ausschließen, dass die Stierhatz eventuell im September nachgeholt werden könnte.

Ungeachtet aller Proteste von Tierschützern erfreut sich das Spektakel, bei dem Stiere über eine 800 Meter lange Strecke in die Arena getrieben werden, weiter großer Beliebtheit - auch bei Touristen. An dem Treiben nehmen auch viele Läufer teil, die ihren Mut testen. Immer wieder werden Teilnehmer schwer verletzt. Den letzten Todesfall gab es 2009.

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