Wie geht es mit dem Esslinger Karstadt-Areal weiter, nachdem der größte Mieter wegfällt? Foto: Roberto Bulgri/n

In die Diskussion um die Zukunft des Karstadt-Areals in der Esslinger Bahnhofstraße schaltet sich nun der Investor BPI ein. Er reagiert damit auf Forderungen aus dem Gemeinderat an einer Neubewertung.

Nach der Nachricht vom Aus der Karstadt-Filiale in der Esslinger Bahnhofstraße haben Mitglieder des Esslinger Gemeinderates vom Investor BPI ein Nachfolgekonzept und eine Neubewertung für den Umbau des Kaufhausareals gefordert. Nun meldet sich das Unternehmen zu Wort. „Was die Planung angeht, verweist BPI darauf, dass der Bebauungsplan steht und vom Esslinger Gemeinderat mehrheitlich so beschlossen wurde“, lässt der Investor in einer Pressemitteilung verlauten. Schließlich handele es sich für die zentrale Achse zwischen Bahnhof und dem historischen Stadtkern um eine vorausschauend langfristige Lösung, die sich durch eine Änderung der Mietverhältnisse nicht unbedingt verändere. Es habe stets eine Planung mit Karstadt als Mieter und eine Variante mit einer anderen Bespielung der Warenhausfläche gegeben.

 

Läuft der Rechtsstreit weiter?

BPI hatte der Stadt einige Zugeständnisse abgerungen bei dem Projekt, dass Umbau und Erweiterung des Bestandshauses und eine Neubebauung des Karstadt-Parkplatzes vorsieht. Unter anderem ist über die Jahre die Zahl der Wohnungen wesentlich höher geworden, als in einer ersten Planung eines früheren Projektentwicklers, die Größe der Gewerbeflächen dagegen geringer. Auch in der Hoffnung, Karstadt zu halten, stimmten viele Gemeinderäte dem Bebauungsplan 2021 zähneknirschend zu. In der Folge kam es nicht gut an, als bekannt wurde, dass BPI dem Warenhaus gekündigt hatte, woraufhin ein Rechtsstreit zwischen Mieter und Vermieter folgte. Ob dieser nun ad acta gelegt wird, ist nicht bekannt. Zum Baugenehmigungsverfahren sowie zur derzeit noch anhängigen gerichtlichen Auseinandersetzung könne man sich seitens BPI zum derzeitigen Zeitpunkt nicht äußern.