Mitglieder der italienischen katholischen Gemeinde stellen in Ulm die Kreuzigung Jesu nach. Foto: dpa

In Ulm ist am Karfreitag „Jesus“ symbolisch gekreuzigt worden. Es ist nur eine von unzähligen Prozessionen weltweit gewesen. Wir haben die Bilder zu einigen dieser Veranstaltungen.

Ulm/Neu-Ulm - Tausende Besucher haben am Karfreitag in Neu-Ulm und Ulm den Leidensweg Christi verfolgt. Zum dreizehnten Mal veranstaltete die italienische katholische Gemeinde den lebendigen Kreuzweg in den Nachbarstädten in Bayern und Baden-Württemberg. Auf mehreren Bühnen wurden dabei die Stationen der Karfreitagspassion mit zahlreichen Teilnehmern und aufwendigen Kostümen dargestellt, etwa die Gefangennahme Jesu am Petrusplatz in Neu-Ulm. Dann folgte das Verhör vor den Hohenpriestern, der Prozess bei Pontius Pilatus und die Kreuzigung vor dem historischen Münster in Ulm.

Initiator Nicola Albarino brachte die Passionsdarstellung einst aus seiner italienischen Heimat nach Ulm. Marcello Catena, ein Facharzt aus Neu-Ulm, spielt die Hauptrolle, den gepeinigten Jesus. „Für uns Italiener ist das ein Teil unserer Tradition“, sagte Mitorganisatorin Daniela Crosio. „Für mich ist das religiös, für mich ist das kein Theater.“

In der ganzen Welt haben am Karfreitag Katholiken an den Leidensweg Christi erinnert. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat Papst Franziskus den traditionellen Kreuzweg am römischen Kolosseum gebetet. Um an der Feier teilnehmen zu können, mussten die Gläubigen zwei Kontrollzonen passieren. Nach Behördenangaben waren neben einem hohen Aufgebot von Beamten in Zivil auch Sprengstoffspezialisten und Spürhunde im Einsatz.

Die Kreuzwegandacht im Schein tausender Kerzen und Fackeln an dem antiken Amphitheater zählt zu den stimmungsvollsten Momenten der Osterfeierlichkeiten in Rom. Trotz der derzeit kühlen Witterung reisten dazu auch dieses Jahr Christen aus Italien und der ganzen Welt an.

  
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