Das Comeback von Ex-VfB-Profi Sami Khedira im Juve-Dress macht Turin Mut für die Zukunft. Foto: ANSA

Schon drei Niederlagen in sechs Spielen hat Juventus Turin in der Serie A kassiert, doch in der Champions League ist das Team auf Kurs. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel gibt vor allem das gelungene Debüt von Weltmeister Sami Khedira Anlass zur Hoffnung.

Turin - Nach gerade einmal 76 Minuten war Sami Khedira schon Juventus Turins neuer Hoffnungsträger. Das Pflichtspiel-Debüt des lange verletzten Fußball-Weltmeisters beim 2:0 (1:0) in der Champions League gegen den FC Sevilla machte dem italienischen Rekordmeister Mut für die kommenden Spiele. „Gleichgewicht, mehr Festigkeit: Khedira ist entscheidend“, lobte die „Gazzetta dello Sport“ den Auftritt des 28-Jährigen am Mittwochabend, während der „Corriere dello Sport“ titelte: „Endlich eine richtig gute Nachricht.“

Denn vor allem in der Serie A tat sich der Champions-League-Finalist ohne die abgewanderten Andrea Pirlo, Arturo Vidal und Carlos Tevez sowie die verletzten Claudio Marchisio und Sami Khedira bislang richtig schwer. Nur fünf Punkte aus sechs Spielen holte das Team, liegt auf Rang 15 zehn Punkte hinter Tabellenführer AC Florenz.

Das erfolgreiche Debüt von Khedira, der bei seinem ersten Einsatz in einem Pflichtspiel für Juve nach 76 Minuten ausgewechselt wurde, schürt nun die Hoffnung auf eine Aufholjagd. „Khedira, die Rückkehr eines Königs“, titelte „Tuttosport“. „Fundamental wichtiges Comeback für die weitere Saison der Bianconeri.“ Mittelfeldspieler Juan Cuadrado prophezeite nach dem starken Auftritt gegen Sevilla: „Wenn wir so spielen, ist es für unsere Gegner wirklich schwer.“

Khedira scheint nach seiner Verletzung in Turin angekommen

Khedira scheint nach seiner Verletzungspause endlich richtig in Turin angekommen zu sein. Im Testspiel gegen Olympique Marseille hatte er sich Anfang August einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen, musste nach einem enttäuschenden Jahr bei Real Madrid direkt wieder pausieren. Doch der Weltmeister kämpfte sich zurück, überzeugte nun direkt bei seinem Debüt. „Sofort ein gewonnener Zweikampf, ein Dribbling, großartiger Auftritt“, lobte die „Gazzetta dello Sport“.

In der Königsklasse sind die Probleme aus der Meisterschaft für Juve aber ohnehin weit weg. Gegen Manchester City und Sevilla sicherte sich das Team die Maximalausbeute von sechs Punkten. „In Europa scheint es eine ganz andere Mannschaft zu sein“, meinte der „Corriere dello Sport“. Trainer Massimiliano Allegri lobte sein Team: „Die Jungs haben ein gutes Spiel gemacht, defensiv und technisch.“

Den nächsten Schritt in Richtung Achtelfinale wollen die Bianconeri nun am 21. Oktober gegen Borussia Mönchengladbach machen. Der Bundesligist muss dann im Juventus Stadium antreten. Die „Gazzetta dello Sport“ prophezeite bereits: „Die beiden Duelle mit den Deutschen, dem Schwachpunkt der Gruppe, sind Matchbälle.“

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