In der Küche des Jugendhauses auf dem Fasanenhof bringen Spanier und Deutsche ihre Tipps und Tricks beim Kochen ein. Foto: Felizitas Eglof

Die Jugendhäuser Fasanenhof, Möhringen und Stuttgart-Nord haben einen Austausch organisiert. Diese Woche sind 20 Jugendliche aus Spanien zu Besuch auf dem Fasanenhof. Von dem Programm profitieren sowohl die Besucher als auch die Gastgeber.

Fasanenhof - Eine Städtereise machen, neue Leute und eine neue Kultur kennenlernen – diese Möglichkeit haben 15 Jugendliche aus den Jugendhäusern Fasanenhof, Möhringen und Stuttgart-Nord. Denn die drei Jugendhäuser haben in Kooperation einen Austausch nach Barcelona organisiert. Diese Woche sind die spanischen Jugendlichen zu Gast in Stuttgart. „Der Austausch findet in der Form zum ersten Mal statt, jedoch haben wir die Idee von einem Kollegen aus Botnang abgeschaut, der schon öfters mit Jugendlichen in Barcelona war“, sagt Maria Schneider, Organisatorin des Austauschs.

Eine soziale Einrichtung für Jugendliche, die Centre Cruilla in Barcelona, kontaktierte Maria Schneider. Daraufhin entschieden sich Schneider und zwei Kollegen von den Jugendhäusern in Möhringen und Stuttgart-Nord, einen Austausch mit dieser Einrichtung zu machen. „Das Centre Cruilla bietet für arbeitslose Jugendliche einige Kurse, mit denen sie sich weiterbilden können“, sagt Schneider. „Unter anderem gibt es auch einen Kochkurs, deshalb haben wir uns dafür entschieden bei unserem Austausch viel zu kochen.“ Deswegen gibt es jeden Abend eine Kochgruppe mit spanischen und deutschen Jugendlichen. Auf dem Speiseplan stehen Fleischküchle oder Paella.

Die Jugendlichen verständigen sich mit Händen und Füßen

Tagsüber haben die Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. „Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen die drei Stadtteile Möhringen, Fasanenhof und Stuttgart-Nord kennenlernen“, sagt Schneider, „das ist nicht nur für die Spanier interessant, sondern auch die Deutschen kennen viele Ecken in den Stadtteilen noch nicht“. Auch eine Rallye durch die Innenstadt oder eine Kanufahrt stehen auf dem Plan. „Es ist schön zu sehen, wie die Jugendlichen gerade bei solchen Aktionen in Kontakt kommen und sich anfreunden. Das ist ja das Ziel unseres Austausches“, sagt Schneider.

Der 18-jährige Maurizio Latempa ist einer der 15 Jugendlichen aus Stuttgart, die bei dem Austausch dabei sind. „Ich habe mich für den Austausch angemeldet, weil ich es immer eine gute Sache finde, neue Leute kennenzulernen.“ Die Sprachbarriere zwischen ihm und den spanischen Jugendlichen ist für Maurizio kein Problem. „Wir verständigen uns viel mit Gestik und Mimik, das klappt aber super.“

In den Pfingstferien ist der Gegenbesuch geplant

Samuel El Rifai macht ebenfalls beim Austausch mit. Ein Höhepunkt sind für ihn die Teamaktionen, bei denen die Jugendlichen sich besser kennenlernen. „Ich finde es toll, dass eine Gemeinschaft da ist, obwohl wir uns kaum kennen und aus anderen Ländern stammen“, sagt Samuel El Rifai.

Die Spanierin Nury Castro Cabrera ist zum ersten Mal auf einer Reise außerhalb von Spanien. „Ich finde es hier sehr schön. Alle Menschen sind zwar ernster als in Spanien, aber sie sind sehr zuvorkommend und freundlich“, sagt die 17-Jährige. Besonders gut gefällt ihr auch das Jugendhaus im Fasanenhof, in dem die spanischen Jugendlichen untergebracht sind. In den Pfingstferien dürfen die deutschen Jugendlichen eine Woche nach Barcelona reisen. „Ich freue mich schon, wenn alle nach Barcelona kommen. Dann kann ich meinen neuen Freunden aus Deutschland meine Heimatstadt zeigen“, sagt Castro Cabrera.

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