Die Spielfelder liegen in unmittelbarer Nähe zum Stadion des VfB Stuttgart, der auch 2023 als Partner mit dabei ist. Foto: ADAC Württemberg e.V.

Zum 50. Mal wird das große Fußballturnier in Stuttgart ausgetragen. Am Dienstag, 26. September, ist es soweit. Bis zum 18. September können sich die Teams noch anmelden.

Jürgen Klinsmann, Jogi Löw, Felix Magath, Matthias Sammer, Guido Buchwald oder Fredi Bobic: Die Liste mit namhaften Fußballspielern oder Trainern, die schon beim Höfleswetzturnier dabei waren, ist schier endlos. Sie waren bei der Auslosung geladen oder standen selbst schon auf dem Platz – wie der gebürtige Stuttgarter und Nationalspieler Serge Gnabry. „Ich war 2005 und 2006 dabei und konnte beide Male mit meinem Team gewinnen“, sagt der Bayern-Spieler. „Mein Papa war Trainer und hat das Turnier auch danach noch weitergeführt, dabei Teams zusammengestellt, die insgesamt sechsmal gewannen.“ Doch Gnabry erinnert sich nicht nur an die Erfolge, sondern auch an den Spaß, den er und seine Freunde hatten. Der Turniermodus kam ihm dabei sehr gelegen.

 

Niemand muss Spieler in einem Verein sein

Die Teams können im Vorfeld willkürlich zusammengestellt werden. Man braucht einen Tor- und fünf Feldspieler. Niemand muss im Verein aktiv sein. Nur vor dem 1. August 2009 darf man nicht geboren sein, wenn man in diesem Jahr teilnehmen möchte. Finden sich genügend Mädchenmannschaften, spielen sie um ihren eigenen Pokal. Insgesamt gibt es drei Kategorien. Denn auch die jüngeren Kicker, die nach dem 1. August 2012 geboren sind, spielen einen Sieger aus. „Zudem hat es immer auch schon einen freien Schultag gegeben“, weiß Michael Treuter. Der damalige Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder fädelte das ein. Er machte das Höfleswetzturnier zu seiner Herzenssache. Noch heute ist diese Lex MV ein Garant für den Erfolg des Turniers, das Treuter als ADAC-Vertriebsleiter von 2003 bis 2017 organisierte. „In Spitzenzeiten haben mehr als 1000 Mädchen und Jungs teilgenommen.“

Bis zu 180 Mannschaften waren mit von der Partie

Treuter blickt gerne auf eines der größten Ein-Tages-Turniere Deutschlands zurück, das von Erich Brodbeck (ADAC) und dem ehemaligen Lokalchef der Stuttgarter Nachrichten, Bruno Bienzle, auf die Welt gebracht wurde. Am Dienstag, 26. September, wird nun die 50. Auflage des Höfleswetzturniers gefeiert. Treuter selbst wird beim Jubiläum auch vor Ort an der Mercedesstraße sein. Das lässt er sich trotz Lebensmittelpunkt in Österreich nicht nehmen. „Das Turnier war immer wie ein Kind von mir“, schwärmt Treuter. Doch ohne Unterstützung wäre es nicht zu organisieren gewesen. Ingrid Stützlein drückte dem Turnier 30 Jahre lang ihren Stempel auf. Frau Höfleswetzer, wie sie auch genannt wird, verabschiedete sich 2015 in den Ruhestand. „Dieses Turnier ist eine Stuttgart-Geschichte“, sagt Stützlein stolz, „hinter all den Jahren stehen Geschichten und Emotionen von vielen Stuttgartern.“ Mit 20 Mannschaften habe man begonnen, dann waren es auf einmal 180. Doch diese Zahl sprengte den organisatorischen Rahmen. Später waren es durchschnittlich 120 Teams, die um die Wette kickten. „Ich hoffe, dass das Turnier genau so weiter geführt wird. Denn wir sehen das Höfleswetzturnier auch als gesellschaftliche Aufgabe an. Bewegung in der heutigen Internetgesellschaft sowie Integration in unserer bunten Gesellschaft sind zwei bedeutende Faktoren. Hierfür ist der Fußball gemacht“, sagt Stützlein.

WFV hat das Turnier gerettet

Der ADAC beendete sein Engagement 2017. Zwei Jahre später rettete der Württembergische Fußballverband (WFV) das Turnier, das er nach zweimaliger Corona-Pause in diesem Jahr zum dritten Mal austrägt. „Das machen wir sehr gerne“, sagt WFV-Präsident Matthias Schöck, der die tolle Atmosphäre lobt. Stuttgarts Ordnungsbürgermeister Clemens Maier spricht von Kultstatus, „denn es ist Kicken in Reinkultur“.

Doch auch das Rahmenprogramm kann sich am 26. September sehen lassen: Neben der VfB-Fußballschule wird auch Maskottchen Fritzle zu Gast sein. Daneben gibt es eine Autogrammstunde mit VfB-Profis. Und auch die Euro 2024 wird mit einer Foto-Box, Tischkicker, Promo-Stand und weiteren Überraschungen vor Ort sein. Für alle Teilnehmer werden zudem Workshops von zwei Fußball-Freestylern angeboten – Nina Windmüller (ehemalige Profikickerin des 1. FC Köln) und Camil Hauser (ein Pionier der Fußball Freestyle Szene) sind dabei.

50. Höfleswetzturnier

Eckdaten
Am Dienstag, 26. September, wird zwischen 9 und 17 Uhr an der Mercedesstraße gespielt. Ein Team besteht aus fünf Feld- und einem Torspieler. Teilnahmeberechtigt sind alle Mädchen und Jungs, die nach dem 1. August 2009 geboren wurden.

Anmeldungen
sind bis Montag, 18. September, möglich. Das Formular ist auf der Internetseite www.wuerttfv.de zu finden. Es kann per E-Mail an info@wuerttfv.de verschickt werden. Teilnahmegebühr: 10 Euro.