Die U-11-Junioren des MSV Duisburg haben den 4. Scharr-Nations-Cup in Vaihingen gewonnen. Es war nach 2013 bereits der zweite Turniererfolg. Foto: Günter Bergmann

Die U 11 des MSV Duisburg besiegt im Finale des Scharr-Nations-Cups in Vaihingen den FC St. Gallen 3:0.

Vaihingen - Am Ende hat den jungen Schweizern einfach die Kraft gefehlt. Mit 0:3 mussten sich die U-11-Fußballjunioren aus Sankt Gallen in Finale des 4. Scharr-Nations-Cups dem MSV Duisburg geschlagen geben, der sich damit nach dem Coup 2013 zum zweiten Mal als Sieger in Vaihingen bejubeln lassen durfte. „Das war unser letztes Turnier als U-11-Mannschaft, das Finale unser letztes Spiel – einfach ein perfekter Abschluss einer tollen Saison“, sagte ein strahlender Duisburger Trainer Alexander Döhm. Aber nicht nur wegen des Erfolges, sei der Scharr-Nations-Cup „eines der besten Turniere gewesen, die wir besucht haben“.

Bereits in der ersten Minute des Endspiels waren die Duisburger durch Tyler Nkamanyi in Führung gegangen, sechs Minuten später erhöhte Felix Gatner auf 2:0, ehe Ben Hüning mit einem Traumtor den 3:0-Endstand markierte. „Leider konnten wir im Endspiel nicht mehr unser Leistungsvermögen abrufen. Wir waren lange nicht mehr so dynamisch und aggressiv wie in den Spielen zuvor“, sagte die Schweizer Trainerin Marina Schoch, die einst selbst Spitzenspielerin war. Verwunderlich war das freilich nicht, hatte bei den Jungs doch bereits um 4.30 Uhr der Wecker geklingelt, um ja rechtzeitig zum ersten Spiel auf den Fildern zu sein.

Turnierneuling Kopenhagen gewinnt kleines Finale

Im Spiel um Platz drei setzte sich der Turnierneuling FC Kopenhagen gegen Racing Club Strasbourg (Sieger 2012) mit 1:0 durch. Dass bei den Franzosen, die mit großem Anhang angereist waren, zwischendurch ein Spieler verletzungsbedingt mit einem Kopfverband auflief, lag nicht etwa an einem Zusammenprall mit einem Gegner. Ihm war in der Kabine eine Wanduhr auf den Kopf gefallen, die einer seiner Mitspieler heruntergeschossen hatte. Eine Aktion, die den Hausmeister nicht gerade verzückt hatte. Es war indes einer von ganz wenigen Zwischenfällen, bei denen die Organisatoren Aurel Irion und Johannes Felderer und der ebenfalls voll in die Organisation eingebundene Hauptsponsor Rainer Scharr beschwichtigend eingreifen mussten. Ansonsten fiel deren Turnierbilanz überaus positiv aus. „Alle Teams waren pünktlich da, das Wetter hat mitgespielt und das sportliche Niveau war auch super“, sagte Irion. Lob für das sportliche Event gab es derweil auch von Stuttgarts Bürgermeister Martin Schairer, der das Turnier am Morgen eröffnet und sich hernach einige Spiele angeschaut hatte.

Außer der sportlichen Qualität, den vielen Begegnungen, die die insgesamt 28 Mannschaften bei nur kurzen Wartezeiten haben, ist es vor allem die Turnierverpflegung und die organisatorische Verlässlichkeit, mit denen die Vaihinger bei ihren Gästen punkten, die diesmal aus zehn Ländern angereist waren. Und so waren es viele, die bei der Verabschiedung ihr erneutes Kommen im nächsten Jahr zugesagt haben. Zu ihnen gehörten auch die Ungarn von Honved Budapest, die erstmalig dabei und sportlich völlig überfordert waren. Null Tore, null Siege. Für 2016 hat der Trainer den Vaihinger Machern eine stärkere Mannschaft versprochen.

Engländer filmen mit Drohne

Für deutlich mehr Aufsehen haben derweil die Kicker aus dem englischen Bath gesorgt – allerdings nicht auf, sondern über dem Platz. Mit ihrer mitgebrachten Drohne haben sie nicht nur die eigenen Spiele gefilmt, sondern auch das Endspiel.

Sportlich nichts zu holen gab es in diesem Jahr für die Gastgeber, die immerhin bei zwei der drei vergangenen Auflagen im Endspiel standen. Diesmal musste sich Team eins mit Platz 23 und Team zwei mit Rang 28 zufrieden geben. Der TSV Musberg als Partnerverein landete auf dem 24. Rang, der SV Sillenbuch und der SV Zimmern (Talentschmiede des FC Freiburg), die sich als Sieger der beiden Qualifikationsturniere die Teilnahme am Scharr-Nations-Cup gesichert hatten, landeten auf Rang 25 respektive 17.

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