Die Stadtteilbibliothek Münster wird 70. Sie bietet viele Lesemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Foto: Stadtbibliothek Stuttgart

Am 14. Juli wird die Stadtteilbibliothek Münster 70 Jahre alt. Das Jubiläum wird mit einem bunten Festprogramm für Groß und Klein gefeiert.

Karin Franz, seit Februar 2019 in der Stadtteilbibliothek Münster als Leiterin zuständig, freut sich über einen regen Austausch mit dem Bezirk. Die Einrichtung an der Moselstraße, die direkt an das Sport- und Kulturzentrum angegliedert ist, sei ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen.

 

Ein Jahr lang kamen auch die nebenan untergebrachten Geflüchteten aus der Ukraine vorbei. „Wir halfen viel mit Kopieren und gaben Orientierung“, sagt Franz. Das vierköpfige Team bietet in der Bibliothek den Schwerpunkt für Kinder und Familien. In den 13 000 Medien finden sich aktuelle Bücher, unterhaltende Literatur, Bestseller, Kinder und Jugend-Literatur. Franz, die zuletzt 20 Jahre lang bei der Medien- und Filmgesellschaft (MFG), der Filmförderung, als Drehbuchdramaturgin in Stuttgart gearbeitet hat, freut sich, dass sie noch ihren Vorgänger, Thomas Ahlers in Münster erleben konnte, der „einen großartigen Bestand an Rockmusik“ hinterlassen habe.

2013 wurde die „Hörzeit“ in der Bibliothek ins Leben gerufen, in der vorgelesen wird, zu der die Bezirksvorsteherin Renate Polinski mit Unterstützung des Bezirksbeirats und des Pflegezentrums alle zwei Monate einlädt. „Ahlers hat die Hörzeit maßgeblich geprägt“, so Franz. Er komme weiterhin zur Hörzeit, um vorzulesen.

Eine Ortsbücherei gab es schon in den 1920er Jahren

1953 wurde die Bibliothek eröffnet. Eine Ortsbücherei gab es schon in den 1920er Jahren. Doch sie überdauerte den Zweiten Weltkrieg nicht, wie Meike Jung, Sprecherin der Stadtbibliothek erklärt. Im Jahr 1992 drohte die Schließung. Doch der Widerstand der Bürger hatte Erfolg. 2004 zog die Bücherei in ein Interimsgebäude, bevor sie 2006 ins Kultur- und Sportzentrum zog. Es ist übrigens nicht die älteste Bibliothek in Stuttgart. Diese stand 1901 an der Silberburgstraße und war die Hauptstelle, so Jung. 1912 kann die Stadt sechs weitere Bibliotheken nachweisen, die an der Tunzhofer Straße sowie in Degerloch, Heslach, Berg, Gaisburg und Gablenberg waren. Dann gab es noch ein paar „Tauschstellen“ in Schreibwarenläden und in einem Freibad, die mit dem Leseausweis ebenfalls genutzt werden konnten.

Zum Jubiläum gibt es ein Hörzeit-Spezial

Am Freitag, 14. Juli, wird ab 14 Uhr in der Stadtteilbibliothek, Moselstraße 25, gefeiert mit einem Hörzeit-Spezial zu Wilhelm Buschs Bildergeschichten mit Sprecherin der Irmgard Förch und dem Gitarrist José Gonzalez. Anmeldung zu den Veranstaltungen unter Telefon 0711/2 16-6 08 16 oder unter stadtteilbibliothek.muenster@stuttgart.de. Im Schaufenster der Bibliothek sind zur Jubiläumszeit Gedichte der Schriftstellerin Maria Lutz-Weitmann ausgestellt, nach der die Stadtteilbibliothek benannt wurde.

Weitere Informationen unter: stadtteilbibliothek-stuttgart.de/muenster