Wo geht es lang bei Daimler? Foto: dpa/Marijan Murat

Ein internes Papier sorgte bei Daimler für Wirbel: Der Konzern wollte Mitarbeiter mit Druck zum Gehen bewegen. Nun rudert der Konzern zurück.

Stuttgart - Der Daimler-Konzern geht auf Distanz zu seinen Plänen, beim geplanten Personalabbau hohen Druck auf Mitarbeiter auszuüben, um sie zum Ausscheiden zu bewegen. Nach Informationen unserer Zeitung sollen Führungskräfte, die Personal reduzieren, bei Mitarbeitergesprächen nicht mehr die Trennungsabsicht in den Vordergrund stellen.

Ärger über Gesprächs-Leitfaden

Im April hatte unsere Zeitung über einen Leitfaden für solche Gespräche berichtet. Er enthält auch Formulierungsvorschläge, wonach der Vorgesetzte dem Mitarbeiter zu Beginn des Gesprächs unter anderem sagen soll: „Ich habe entschieden, mich von dir zu trennen.“ Wer nicht gehen wolle, bei dem sollten Auswirkungen auf die Beurteilung geprüft werden.

Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht hatte erklärt, man werde nicht zulassen, dass der Konzern „Drohkulissen“ aufbaut. Daimler erklärte, bei den Maßnahmen gelte grundsätzlich die doppelte Freiwilligkeit.

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