Jamie Cullum als waschechter Jazzer auf den Jazz Open Foto: Pfisterer

Während Jamie Cullum bei seinem Jazzopen-Auftritt vor einem Jahr am selben Ort Popmusik in erfrischende Jazzharmonien getaucht hat und damit das Publikum begeistert hat, bringt er nun zum Festivalfinale eine Bigband auf die Bühne und präsentiert sich als waschechter Jazzer.

Stuttgart - Jamie Cullum ist ein Phänomen. Mit einer Set-List, auf der Jazznummern mit Stacheln und Dissonanzen stehen, kann der 35-jährige Brite die rund 5000 Menschen auf dem Schlossplatz dazu bringen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Und zwar vor Freude und alle im selben Takt: schön auf die Zwei und die Vier, wie sich’s gehört. Der Mann verfügt über herausragende Entertainer-Qualitäten, hat eine starke Stimme, kann gut Klavier spielen und strahlt eine Spielfreude aus, die im Nu alle mit einem Gute-Laune-Virus infiziert.

Während er bei seinem Jazzopen-Auftritt vor einem Jahr am selben Ort Popmusik in erfrischende Jazzharmonien getaucht hat und damit das Publikum begeistert hat, bringt er nun zum Festivalfinale eine Bigband auf die Bühne und präsentiert sich als waschechter Jazzer. 2014 erlebte das Publikum einen magischen Moment, als sich ein Regenbogen über der Bühne wölbte. Dieses Jahr kommentiert er einen kurzen Schauer mit „Fuck You Rain“ – und hat die Lacher auf seiner Seite.

Mit höchster Energie prescht er durch das Repertoire, bespringt mit seinen 164 Zentimeter den Flügel und interpretiert mit seiner unverwechselbaren Stimme Songs vom aktuellen Jazzalbum „Interlude“, singt zu Herzen gehende Balladen ("Losing You") und begeistert mit Hits wie „Don’t Let Me Be Misunderstood“ und verzückt am Ende mit dem hypnotischen “Don’t Stop The Dance“ ein völlig begeistertes Publikum.

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