Fetsum Sebhat und Tedros Tewelde sind Schwaben. In Stuttgart aufgewachsen, haben sie ihre Jugend auf Fußballfeldern verbracht und daheim Linsen und Spätzle gegessen. Aus ihrer Wahlheimat Berlin blicken sie mit uns auf ihre schwäbische Heimat.

Stuttgart - „Mir könnet jetzt auch schwäbisch schwätza,“ sagt Tedros Tewelde und blickt mit einem breiten Grinsen in die Kamera seines Computers. Der 43-jährige Fellbacher sitzt in seinem Büro in Berlin und ist per Videocall mit Stuttgart verbunden. Neben ihm sitzt Fetsum Sebhat, sein Freund aus Stuttgarter Kindertagen und heutiger Partner im gemeinsamen Verein PxP Embassy.

Empathie und Rassismus

Ihre Eltern sind Ende der 1970er Jahre als politisch Verfolgte aus Eritrea nach Stuttgart geflohen. Den Söhnen haben sie einerseits die Liebe zur Freiheit eingeimpft und sie andererseits immer aufgefangen, wenn ihre schwäbische Heimat ihnen abweisend begegnet ist. Denn obwohl sie sehr behütet aufgewachsen sind, wie sie sagen, gehörten auch Rassismus-Erfahrungen von klein auf zu ihrem Alltag.

Einsatz für die kommende Generation

Heute setzen sich die Beiden in Berlin mit ihrem Verein PxP Embassy für Kinder in Not ein. Sie organisieren jährlich ein Musikfestival für bis zu 20.000 Menschen mit Bands von Seeed bis zu den Beatsteaks. Die Einnahmen gehen an UNICEF, ARCHEMED - Ärzte für Kinder in Not und Flüchtlingsprojekte in Deutschland. Wir haben mit Tewelde und Sebhat über Black Lives Matter, ihre Heimat Stuttgart und die schwäbische Küche gesprochen.

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