Oberliga-Alltag: Bissingens Ex-Profi Patrick Milchraum. Foto: Baumann

Patrick Milchraum feiert ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Club: Im WFV-Pokal-Halbfinale an diesem Mittwoch (19 Uhr/Stadion am Bruchwald) trifft der Mittelfeldspieler mit Oberligist FSV 08 Bissingen auf Drittligist Stuttgarter Kickers.

Stuttgart - Im WFV-Pokal-Halbfinale an diesem Mittwoch (19 Uhr/Stadion am Bruchwald/Liveticker) trifft der Mittelfeldspieler Patrick Milchraum mit dem Oberligisten FSV 08 Bissingen auf den Drittligisten Stuttgarter Kickers.

Herr Milchraum, wie sehr kribbelt es bei Ihnen vor dem Pokalmatch?
Man freut sich schon ein bisschen mehr, wenn es gegen den alten Verein geht. Aber ich kann nicht sagen, dass ich nervöser bin als vor einem normalen Oberligaspiel.
Aber Sie haben sich extra geschont.
(lacht). Ja, ich wurde am vergangenen Samstag bei unserem 4:1 gegen die Stuttgarter Kickers II erst nach einer knappen Stunde eingewechselt. In meinem Alter kann es nicht schaden, wenn man sich die Kräfte etwas einteilt.
Das zeigt, dass der Fokus Ihres Teams eindeutig auf dem Pokal liegt.
Wir spielen als Aufsteiger eine klasse Runde und stehen überraschend auf Platz drei. Wir können nicht mehr absteigen und ganz nach oben wird es auch nicht mehr reichen. Klar, dass der Pokal im Fokus steht.
Was zeichnet Ihr Team aus?
Es passt einfach – charakterlich und fußballerisch. Wir haben für Oberligaverhältnisse eine technisch starke Truppe. Außerdem in Mario Di Biccari und Simon Lindner, der genauso wie Luca Wöhrle auch schon für die Kickers spielte, tolle Freistoßschützen. Und unser Trainer Alfonso Garcia kennt das Fußballgeschäft als Ex-Profi aus dem Eff-Eff. Er ist ein Kumpeltyp, der super mit den Spielern klarkommt. Es macht einfach Spaß unter ihm zu spielen.
Sie waren von 2000 bis 2004 bei den Kickers, Ihre Rückkehr 2013 stand dagegen unter keinem guten Stern. Wie verbittert sind Sie über den eher unschönen Abschied?
Es sind einige Sachen passiert, die nicht okay waren, aber das ging anderen ähnlich.
Zu wem haben Sie noch Kontakt?
Zu Fabio Leutenecker und Sandrino Braun.
Nach Stationen bei 1860 München, Aachen, Aue, dem KSC und bei Dinamo Tiflis waren die Kickers Ihre letzte Profistation. Was machen Sie jetzt außer Fußball?
Ich mache eine Umschulung zum Sport- und Fitnesskaufmann bei Jonny M. Das lässt sich mit dreimal Training pro Woche in der Oberliga gut vereinbaren.
Wie sehen Sie die Chancen im Pokal?
Wenn die Kickers einen guten Tag erwischen, haben wir null Chancen. Aber vielleicht haben die Blauen auch die Liga im Hinterkopf. Im Gegensatz zu uns stecken sie in der dritten Liga ja noch mitten im Abstiegskampf und haben am Samstag ein wichtiges Spiel gegen den Halleschen FC.
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