Sascha Häcker steht bei Calcio vor dem Comeback. Foto: Günter E. Bergmann

Der Torjäger Sascha Häcker zur Krisensituation bei Calcio Leinfelden-Echterdingen und seinem eigenen nahenden Comeback.

Echterdingen - Seine Fähigkeiten als Torjäger hat Sascha Häcker in den vergangenen Jahren hinreichend unter Beweis gestellt. Überall wo er unter Vertrag stand, traf und traf er. Umso mehr sehnen sie bei seinem aktuellen Verein, dem Fußball-Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen, das Comeback des 28-Jährigen herbei. Verletzungsbedingt kommt Häcker in dieser Saison erst auf 234 Minuten Spielzeit, ist nun aber großer Hoffnungsträger beim überraschend abstiegsgefährdeten Filderclub.

Herr Häcker, sind Sie bereit, die offensichtlichen Sturmprobleme von Calcio zu lösen?

Halt mal, ganz langsam. Ich bin mit Sicherheit kein Heilsbringer, der sich das Trikot überstreift und schon wird automatisch alles gut. Meine Präsenz kann der Mannschaft hoffentlich helfen, aber ich muss jetzt erst einmal sehen, wie schnell die alte Form wieder da ist. Ich habe in den vergangenen sieben Monaten zusammen genommen keine drei kompletten Fußballspiele absolviert.

Wie ist Ihr aktueller Gesundheitszustand?

Ich bin vor zwei Wochen ins Lauftraining eingestiegen und habe jetzt eine Woche voll mit der Mannschaft gearbeitet. Momentan habe ich keine Schmerzen und fühle mich fit. Rückblickend wäre es allerdings besser gewesen, in der Hinrunde gar nicht aufzulaufen.

Was war das Problem?

Ich hatte schon in der Vorbereitung nach jedem Spiel Schmerzen in verschiedenen Körperteilen. Irgendwann wurde das so schlimm, dass es auch meinen Alltag belastet hat. Es begann dann eine Odyssee von Arzt zu Arzt, und schließlich wurde eine schadhafte Wölbung der Bandscheibe diagnostiziert. Die wird jetzt mit Physiotherapie behandelt. Im Moment ist alles stabil.

Wie genau können Sie Calcio nach zuletzt drei Niederlagen helfen?

Die spielerischen Ansätze waren auch zuletzt nicht schlecht. Uns fehlt nur das Glück vor der Kiste, vielleicht bringe ich das ja wieder mit. Wir müssen uns wieder auf einfache Tugenden konzentrieren, das heißt Zweikämpfe gewinnen, die Fehler minimieren, konzentriert im Abschluss agieren und vor allem auch bei Standardsituationen gefährlicher werden. Unser Trainerteam arbeitet da übrigens sehr akribisch. Calcio ist mitnichten der Chaosclub, als der er von außen häufig dargestellt wird.

Kann Ihre Mannschaft Abstiegskampf?

Ganz sicher, da waren wir schon vergangene Saison sehr erfolgreich. Dabei wären mir persönlich drei Siege in den nächsten drei Punktspielen deutlich lieber als eine eventuelle Überraschung im WFV-Pokal gegen den SSV Ulm, auch wenn das noch einmal ein toller Höhepunkt wird in drei Wochen.

Ihr Ex-Club SKV Rutesheim führt überraschend die Liga an. . .

Ich habe dort insgesamt sechs Jahre gespielt und lebe noch dort. Das ist ein toll organisierter Verein, der mit wenig Geld super Arbeit leistet. Den Aufstieg traue ich ihnen zu und würde es ihnen auch sehr gönnen. Meine eigene Konzentration gilt jetzt aber komplett Calcio.

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