Nicht nur beim Spatenstich für die neue Kultur- und Sporthalle (unser Bild), sondern auch beim Richtfest war in Eschenbach noch alles im Plan. Foto: Rudel/Archiv

Die interkommunale Kultur- und Sporthalle in Eschenbach wird teurer als geplant und etwas später fertig. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden ärgern sich über „eine Fülle an Fehlern“.

Eschenbach - Beim Richtfest im Mai ist die Welt noch in Ordnung gewesen: beim Bau der interkommunalen Kultur- und Sporthalle in Eschenbach lief alles nach Plan. Nur wenige Tage später begann dann allerdings die Malaise. Nachträge gleich mehrerer Handwerker erreichten die Rathäuser von Heiningen und Eschenbach. Außerdem musste der beauftragte Architekt einen Tipp- und damit einen Rechenfehler in seiner Kalkulation eingestehen.

Die Versammlung des Gemeindeverwaltungsverbands Voralb musst deshalb am Donnerstag über eine Kostensteigerung von knapp 4,2 auf jetzt 4,5 Millionen Euro befinden. Die Mitglieder des Gremiums aus den beiden Kommunen diskutierten ebenso eifrig wie sachlich und segneten den neunprozentigen Zuschlag letztlich mit einem Zähneknirschen ab. Ebenso wenig erfreut nahmen die Ratsvertreter aus den beiden Kommunen zur Kenntnis, dass sich der vorgesehene Eröffnungstermin Mitte Februar nicht halten lassen wird.

Die Eröffnung ist jetzt auf den 15. April terminiert

Der Fensterbauer hatte zwar rechtzeitig geliefert, aber dummerweise Fenster in einem falschen Farbton, so dass das komplette Paket neu produziert werden musste, was einige Wochen in Anspruch nahm. Nun ist die Eröffnung auf den 15. April terminiert, wobei der aktualisierte Bauzeitenplan vorsieht, dass Mitte März alles fertig sein soll. „Wir wollten aber noch etwas Luft haben“, erklärt der Heininger Bürgermeister Norbert Aufrecht, der auch dem Gemeindeverwaltungsverband vorsteht.

Aufrecht und sein Eschenbacher Kollege Thomas Schubert sind angesichts der Fülle an Fehlern dennoch sauer. „Zunächst war alles fast schon zu rosa, ehe sich viele Kleinigkeiten zu einem großen Ganzen summierten“, betont der Heininger Schultes. Er könne das Wort „Nachtrag“ jedenfalls nicht mehr hören. Thomas Schubert geht es genauso: „Auf einen Schlag kam eines zum anderen, was uns schon deshalb geärgert hat, weil wir nichts dagegen machen konnten, sondern immer nur zu hören bekamen, dass es Planern leid tue.“

Eine gute Nachricht mindert indes die schlechten: So steht mittlerweile wohl fest, dass neben den Zuschüssen von insgesamt 1,6 Millionen Euro auch die entrichtete Vorsteuer wieder erstattet wird. Die zu erwartenden 300 000 Euro dürften also ziemlich genau reichen, um die Mehrkosten für die interkommunalen Kultur- und Sporthalle zu decken.

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