Wer WhatsApp über eine App von Drittanbietern nutzt, der muss künftig mit einer Sperre rechnen. Foto: dpa

WhatsApp drängt Nutzer dazu, künftig wieder die Original-App anstelle von Klon-Anwendungen für Android-Smartphones zu benutzen. Wer nicht das Original benutzt, der riskiert eine Sperre.

Stuttgart - WhatsApp geht künftig härter gegen inoffizielle Ableger des Messenger-Dienstes vor. Die Facebook-Tochter will Nutzer sperren, die statt der Original-App nicht verifizierte WhatsApp-Anwendungen wie „WhatsApp Plus“ und „GB WhatsApp“ benutzen. Die Alternativ-Apps greifen zwar ebenfalls auf die Nachrichten-Server des Messenger-Dienstes zu, werden aber nicht offiziell von WhatsApp entwickelt.

In der vergangenen Woche hatte WhatsApp dafür seine Richtlinien überarbeitet, wie unter anderem das Blog „WABetaInfo“ festgestellt hat. Laut einem neuen Eintrag im Frage-Antwort-Bereich des Dienstes unterstütze WhatsApp die Anwendungen von Drittanbietern mit einem ähnlichen Angebot nicht, da sie „deren Sicherheitsverfahren nicht überprüfen können“. Wenn man eine Nachricht erhalte, dass der Account „vorübergehend gesperrt“ sei, benutze man eine nicht unterstützte Version von WhatsApp. In diesem Fall müsse man „die offizielle App herunterladen, um WhatsApp weiterhin verwenden zu können“.

WhatsApp rät Nutzern zum Wechsel

Konkret nennt WhatsApp die beiden Anwendungen „GB WhatsApp“ und „WhatsApp Plus“ als inoffizielle Apps, die künftig für Nutzer verboten sind. Die beiden kostenlosen Apps sind für Smartphones mit dem Betriebssystem Android erhältlich. Die Nutzer können mit den Apps genau wie bei WhatsApp auch Nachrichten schreiben, allerdings bieten die Anwendungen zusätzliche Funktionen an wie das Farbschema ändern und automatische Antworten senden. Anwendungen im App Store von Apple sind offenbar nicht betroffen.

Für den Wechsel zur Original-App liefert WhatsApp gleich eine Anleitung mit, um seine Chatverläufe zu sichern und mitzunehmen. Bei „GB WhatsApp“ sollen die Nutzer zunächst warten, bis die Zeit ihrer Sperrung abgelaufen ist. Danach sollen sie den Ordner „GB WhatsApp“ in „WhatsApp“ umbenennen, die alte App löschen und die Original-App installieren. Schließlich sollen die Daten aus dem Ordner als Backup wiederhergestellt werden. Bei „WhatsApp Plus“ werden die gespeicherten Chatverläufe offenbar automatisch auf die offizielle App übertragen.

Das sind die Gründe für die Blockade-Maßnahmen gegen WhatsApp-Klone:

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