Der ICE zwischen Stuttgart und Berlin soll nach dem Willen der Bahn nicht in Heilbronn halten (Symbolbild). Foto: Boris Roessler/dpa

Die Deutsche Bahn hat dem Wunsch Heilbronns nach einem ICE-Halt im Jahr 2020 eine Absage erteilt. Schon Anfang Juli hatte es in Heilbronn Probleme mit der Bahn gegeben.

Heilbronn - Nach Angaben der Stadt hatte Oberbürgermeister Harry Mergel in einem Schreiben an Bahnvorstand Ronald Pofalla appelliert, dass der ICE zwischen Stuttgart und Berlin 2020 auch in der Stadt am Neckar stoppen soll. Denn dann werde der Zug wegen der Sanierung der Schnellfahrstrecke ohnehin für ein halbes Jahr über Heilbronn geführt. Ein weiterer Halt sei aber nicht möglich, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag.

Oberbürgermeister: „Wir sind sehr enttäuscht“

Er begründete die Entscheidung damit, dass in dem zur Verfügung stehenden Zug nur eine geringe Kapazität für Passagiere bestehe und die Attraktivität unter einer verlängerten Fahrzeit leiden könnte. Ein weiterer Stopp sei daher nicht möglich. „Wir sind sehr enttäuscht, dass die Bahn unserem Wunsch nicht entspricht und wenigstens einen kleinen Ausgleich für die fehlende umsteigefreie Anbindung Heilbronns an den Fernverkehr schafft“, teilte Oberbürgermeister Mergel mit.

Probleme mit der Bahn

Schon Anfang Juli hatte es in Heilbronn Probleme mit der Bahn gegeben: Der extra zur Bundesgartenschau eingerichtete Schnellzug zwischen Köln und Heilbronn kam meist verspätet oder gar nicht. Ein Bahnsprecher erklärte nun, dass es sich dabei um kurzfristige Fahrzeugengpässe gehandelt habe, die mittlerweile behoben seien, so dass der Bahnbetrieb wie vorgesehen ablaufe.

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