Ex-VfB-Manager Horst Heldt schießt gegen den DFB. Foto: Pressefoto Baumann

Ex-VfB-Manager Horst Heldt (mittlerweile bei Hannover 96) hat den DFB im Umgang mit der Affäre um Recep Tayyip Erdogan und Mesut Özil scharf kritisiert.

Hannover - Manager Horst Heldt von Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) für seinen Umgang mit der Erdogan-Affäre massiv kritisiert. „Die Art und Weise, wie die Verantwortlichen die Erdogan-Affäre um Mesut Özil und Ilkay Gündogan gehändelt haben, war meiner Meinung nach desaströs“, sagte Heldt dem Magazin Socrates: „In der Kommunikationsstrategie hat man einfach versagt.“

Der Verband hätte sich frühzeitig fragen müssen: „Welche Folgen hat es wohl, wenn ich die Geschichte mit dem berühmten Foto nicht anständig aufarbeite, wenn der DFB-Präsident nicht von seinen Spielern verlangt, sich den Medien zu stellen, um die Angelegenheit vom Tisch zu bekommen? Die Folgen haben wir alle beobachten können.“

Aus Heldts Sicht war das fatale Krisenmanagement des DFB mit verantwortlich für das historische Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland. „Hat man keine Ruhe im Team, kann und wird das immer auch ein Grund sein, weshalb es auf dem Platz nicht optimal klappt“, sagte er.

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