A5

Horror-Unfall auf der A5 Polizei kritisiert auf Twitter „Gaffer“

Von red/dpa 

Ein Sattelzug schiebt auf der Autobahn 5 zwei Autos unter ein stehendes Fahrzeug. Mindestens vier Menschen sterben. Auf der Gegenfahrbahn sollen Gaffer eine weitere Karambolage ausgelöst haben.

St. Leon-Rot - Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A5 nahe dem Autobahnkreuz Walldorf mit mindestens vier Toten musste die Polizei sich erneut mit Gaffern auseinander setzen. Der Polizei zufolge schob ein Sattelzug zwei Autos unter einen stehenden weiteren Sattelzug. Eine Frau sei schwer verletzt geborgen worden, teilten die Ermittler in Mannheim am Montag mit. Fotos von der Unfallstelle zeigten völlig zerstörte Fahrzeuge. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot am Unfallort. Die Helfer setzen auch einen Hubschrauber ein.

Den Ermittlungen zufolge hatte der Fahrer eines Sattelzuges auf dem rechten von drei Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf gestoppt. Dahinter hielten zwei Autos in Fahrtrichtung Frankfurt ebenfalls an. Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges konnte nicht rechtzeitig bremsen und schob beide Wagen unter das stehende Fahrzeug. In den Autos starben mehrere Menschen.

Nach dem Unglück ereignete sich auf der Gegenfahrbahn bei St. Leon-Rot ebenfalls ein schwerer Zusammenstoß - die Behörden sprachen von einem „Gaffer-Unfall“. „Ist das denn nicht zu schaffen? Das zu lassen mit dem Gaffen?“, twitterte die Polizei demonstrativ verärgert. „Wir hätten immer genug Wichtigeres zu tun, als uns um Gaffer zu kümmern!“ Den Angaben zufolge waren sieben Autos beteiligt, mindestens drei Menschen wurden verletzt. Die beiden rechten der drei Fahrstreifen waren blockiert. Der Rückstau betrug mehrere Kilometer.

Mit diesem Tweet kritisierte die Polizei die „Gaffer“:

Bei dem verheerenden Unfall des Sattelzugs waren die Rettungskräfte mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Polizei sprach von einem Rettungshubschrauber, fünf Rettungsfahrzeugen, zwei Notärzten sowie zwölf Rettungssanitätern und zwei Feuerwehrzügen mit insgesamt 30 Helfern. Einer Polizeisprecherin zufolge bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern Länge in Richtung Frankfurt. Die Polizei leitete den Verkehr von der Anschlussstelle Kronau aus um.

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