Während der NS-Zeit ausgeschlossene Mitglieder des VfB Stuttgart werden symbolisch wieder in den Verein aufgenommen. Foto: Pressefoto Baumann

Am Holocaust-Gedenktag gab der VfB Stuttgart bekannt, dass die während der NS-Zeit ausgeschlossenen Mitglieder rehabilitiert und symbolisch wieder in den Verein aufgenommen werden.

Stuttgart - Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Anlässlich dieses Jahrestages gedenkt auch der deutsche Fußball im Rahmen der Initiative „Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ der Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden.

Auch der VfB Stuttgart beteiligt sich an dieser Aktion und gab an diesem Sonntag darüber hinaus bekannt, dass die ab dem Jahr 1932 aus politischen Gründen ausgetretenen und ab dem Jahr 1934 ausgeschlossenen jüdischen Mitglieder des VfB Stuttgart symbolisch wieder in den Verein aufgenommen werden. „Diese Menschen waren Teil unseres Vereins und werden wieder Teil des VfB Stuttgart sein“, wird Präsident Wolfgang Dietrich auf der vereinseigenen Homepage zitiert.

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Zudem richtet sich das Präsidium des VfB Stuttgart mit folgendem Text an die Vereinsmitglieder und die Öffentlichkeit: „Wir erinnern an unsere Mitglieder, die den Verein zwischen 1932 und 1945 aus politischer Überzeugung verlassen haben oder als Juden zum Austritt genötigt und ausgeschlossen wurden. Sie gehören zu uns. Wir stehen gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.“

Da aufgrund der Quellenlage die Namen und Schicksale der betroffenen Mitglieder so gut wie nicht bekannt sind, bittet der VfB Stuttgart im Rahmen eines Internetprojektes darüber hinaus um Mithilfe auf der Suche nach seinen betroffenen Mitgliedern.

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